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31.03.2003

14:47 Uhr

Silbernes Lorbeerblatt verliehen

Regierung bleibt Sport-Sponsor Nr. 1

Die Bundesregierung will auch in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Kassen ihre Rolle als Sport-Sponsor Nummer eins erfüllen. Das erklärte Innenminister Otto Schily bei der Vergabe des Silbernen Lorbeerblatts am Montag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. "Ich versichere Ihnen, dass die Bundesregierung trotz angespannter Haushaltslage den deutschen Sportlerinnen und Sportlern weiterhin beste Voraussetzungen für internationale Höchstleistungen bieten wird", versprach Schily den 140 Medaillengewinnern von Welt- und Europameisterschaften des Vorjahres, die mit der höchsten deutschen Sportauszeichnung geehrt wurden.

"Ein gutes Umfeld ist mit entscheidend für erstklassige Leistungen", dankte Schwimmerin Sandra Völker im Namen der Geehrten für die Unterstützung von Bund und Ländern. Die Versprechen von Schily, den Sport auch weiterhin auf hohem Niveau zu unterstützen, wertete die Hamburger Staffel-Europameisterin als Sicherheit für das Engagement der deutschen Athleten in Richtung Olympische Spiele 2004 in Athen. "Es gibt nur wenige Sportarten, die ohne die Sporthilfe auskommen", meinte Sandra Völker.

Der Minister hob die herausragende Bedeutung von Bundeswehr, Bundesgrenzschutz und Zoll bei der Förderung des Leistungssports hervor. 70 Millionen Euro stellt das Bundesinnenministerium für zentrale Maßnahmen im Hochleistungssport jährlich zur Verfügung. Schily wies besonders auf die "eindrucksvolle Breite" im Spitzensport hin.

So gehörten zu den Ausgezeichneten neben Stars wie den Leichtathleten Grit Breuer und Ingo Schultz oder den Schwimmern Antje Buschschulte, Thomas Rupprath und Franziska van Almsick - die fünfmalige Europameisterin fehlte am Montag wegen eines Höhentrainingslagers - auch eine Vielzahl von Sportlern, die trotz großer internationaler Erfolge eher im Schatten der Öffentlichkeit stehen. Allein an Tanzsportler wurde 73 Mal silberner Lorbeer vergeben. Zudem waren Sporttaucher und Bahnengolfer genau so vertreten wie Triathlet und Iron-Man-Sieger Thomas Hellriegel.

Mit dem Silbernen Lorbeerblatt, 1950 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet, würden nicht nur sportliche Höchstleistungen gewürdigt, betonte Schily. "Es ist gleichfalls eine Würdigung der menschlichen und charakterlichen Haltung", ergänzte der Minister und ordnete den Sport als Chance in die gegenwärtige weltpolitischen Lage ein: "Sportlicher Wettkampf ist das Gegenbild zu Krieg und Gewalt."

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