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05.05.2003

12:13 Uhr

„So konnte es nicht weitergehen“

Nowitzki bewahrt Dallas vor Pleite

Der überragende Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA vor der Pleite bewahrt und sein Team ins Viertelfinale geführt. Nach einer desaströsen Vorstellung im sechsten Vergleich gegen die Portland Trail Blazers, in dem ihm kein Rebound und nur indiskutable vier Punkte gelangen, war der Würzburger am Sonntag (Ortszeit) in eigener Halle mit 31 Punkten und elf Rebounds der Garant für den 107:95-Erfolg der Mavericks.

HB/dpa DALLAS. Die Texaner verbuchten in der "best of seven"-Serie damit den entscheidenden vierten Sieg, nachdem sie eine 3:0-Führung fast verspielt hatten.

In der Vorschlussrunde der Western Conference treffen die Dallas Mavericks auf die Sacramento Kings. Die Serie "best of seven" beginnt am Dienstag (Ortszeit) in Dallas. Außerdem kämpfen Titelverteidiger Los Angeles Lakers und San Antonio um den Finaleinzug in der Western Conference. Das Semifinale der Eastern Conference erreichten die Detroit Pistons gegen die Philadelphia Flyers und die Bosten Celtics gegen die New Jersey Nets.

"So konnte es ja nicht weiter gehen", sagte Nowitzki nach dem erlösenden vierten Erfolg, zu dem er seine Mannschaft mit einer besonderen Energieleistung trieb. "Wir standen mit dem Rücken zur Wand, aber wir wollten noch nicht auf Urlaub gehen." Mit einem Dreier zum 100:94-Zwischenstand 1:21 Minuten vor dem Ende raubte Nowitzki dem Gegner den Nerv und reckte triumphierend die Arme in die Höhe.

"Wir haben die ganze Saison hart gearbeitet und wollten uns heute mit aller Macht unter den Körben durchsetzen", sagte Nowitzki. Vergessen war sein Durchhänger im sechsten Spiel, in dem er auf der ganzen Linie enttäuscht hatte. Bei 34,8 hatte bis dahin sein Punkte- Durchschnitt gestanden - doch dann gelangen ihm in des Gegners Halle gerade einmal vier Punkte. Ein Desaster für den Topstar und Topscorer der Texaner, das seinen Grund hatte: Im fünften Spiel hatte er einen Schlag auf die Schulter bekommen. Als es darauf ankam, war der 2,12- m-Hüne wieder auf der Höhe und rettete einen 29,9-Punktedurchschnitt.

Dank Nowitzki kamen die Mavericks mit einem blauen Auge davon. Als "Lachnummer" wären sie in die Annalen der NBA eingezogen, wären sie trotz 3:0-Führung noch ausgeschieden, was noch keinem Team in der NBA jemals passiert ist. Halbfinal-Gegner Sacramento machte es gegen Utah Jazz weniger spannend und entschied die Runde bereits am vergangenen Mittwoch mit 4:1 für sich. Utahs Olympiasieger John Stockton erklärte nach dem Ausscheiden seinen Rücktritt.

Im Osten der USA setzten sich die San Antonio Spurs mit 4:2 gegen die Phoenix Suns durch. Freude kam nicht nur über den Semifinal- Einzug gegen die LA Lakers (4:2 gegen Minnesota) auf, sondern auch über die abermalige Ehrung für Forward-Center Tim Duncan. Wie im Vorjahr wurde der 27-Jährige zum "Wertvollsten Spieler" (MVP) gewählt. Zwei Mal nacheinander war dies zuletzt Superstar Michael "Air" Jordan (1991/1992) geworden.

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