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14.01.2004

07:03 Uhr

So seh ich es

Guter Rat ist innovativ

Hohe bürokratische Hürden und fehlendes Risikokapital erschweren oder verhindern die unternehmerische Umsetzung technologischer Erfindungen

Es sei dem Kanzler verziehen, dass er die Einberufung eines Innovationsrats ankündigt, noch bevor er die bereits 2001 eingesetzte gleichnamige Kommission aufgelöst hat. Bei so vielen Räten kann man schon einmal den Überblick verlieren. Insbesondere dann, wenn derartige Zusammenkünfte zwar nach Angaben ihrer Mitglieder zufrieden stellend verliefen, jedoch offensichtlich nichts Handfestes produziert haben.

Wenn ein Innovationsrat mehr sein soll als ein Alibi, dann müssen dort Programme erarbeitet werden, die eine echte Weichenstellung bewirken könnten. Bundeskanzler Gerhard Schröder muss daher zuallererst sicherstellen, dass der neue Rat sich nicht aus Lobbyisten zusammensetzt, welche die Runde nur für den Kampf der Besitzstandswahrung nutzen.

Der Rat sollte stattdessen vornehmlich ein Rat der Idealisten sein - nicht im Sinne von Traumtänzern, wohl aber von Menschen, die das eigentliche Ziel nicht nach der ersten Zahlenpräsentation des Finanzministers aus den Augen verlieren: nämlich die breitflächige Rückgewinnung weltweiter Technologieführerschaft.

Wagen wir also einen zweiten Anlauf. Die Zeit ist reif. Wer - wie auch ich - immer wieder auf die Zukunftsförderung drängt und die alten Tugenden der Deutschen beschwört, die uns im vergangenen Jahrhundert viele in der Welt führende Technologien beschert haben, der kann sich über die neue Schwerpunktsetzung der Regierungspartei nur freuen.

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