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13.06.2017

11:34 Uhr

Britischer Twitter-Wahlkampf

Ein Lord ist im Eimer

VonSteffen Daniel Meyer

Bei den britischen Unterhauswahlen trat eine Mischung aus Darth Vader und Hochkant-Eimer im Wahlbezirk von Theresa May an: Lord Buckethead. Es war nicht das erste Mal, dass der Space-Lord die Politik aufmischte.

DüsseldorfBritischer Humor reicht in seiner Eigenart gerne weit über die Ländergrenzen hinaus, sei es der pythonsche Schwertkampf zwischen Schwarzem Ritter und König Artus oder die Feindschaft zwischen Mr. Bean und diesem verdammten, blauen, dreirädrigen Auto. Während der Wahlen zum britischen Unterhaus feierte Twitter nun eine weitere Figur der britischen Beklopptheit: Lord Buckethead.

Die als Mischung aus Darth Vader und Hochkant-Eimer verkleidete Person trat im Wahlbezirk von Theresa May an, um die Wahl der Premierministerin zu verhindern. Trotz 80.000 Followern auf Twitter erhielt der „intergalaktische Weltraum-Lord“, so die Selbstbeschreibung auf seinem Profil, nur 249 Stimmen. Vielleicht waren viele Wähler von seinen Hobbies „Erobern von Planeten“ und „Beherrschen von minderwertigen Lebensformen“ noch weniger angetan als die 37.718 May-Wähler, die für neue Anti-Terror-Gesetze auch Menschenrechtsgesetze einschränken würden.

Es war nicht der erste Versuch von Lord Buckethead, sein Space-Manifest („Punkt 1: Abschaffung aller Lords (außer mir)“) gegen ein Regierungsoberhaupt durchzusetzen: 1987 trat er gegen Margaret Thatcher, 1992 gegen John Major an. Welche Person im Eimer steckte, war damals wie heute unbekannt. Und das soll auch so bleiben. All Hail Lord Buckethead.

Die Kolumne „Netz-Bubble“ erscheint immer dienstags im Handelsblatt Morning Briefing.

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