Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.11.2017

10:44 Uhr

Netzbubble-Lidl-Youtube-03

#SozialeVerantwortung

YouTube verkennt das eigentliche Problem

VonNora Sonnabend

Auf YouTube stellen Videos Kinder unangemessen zur Schau. Unternehmen wie Lidl haben Anzeigen zurückgezogen, weil sie neben diesen Videos auftauchten. Doch es sollte hier nicht nur um das Image der Werbetreibenden gehen.

DüsseldorfLidl, die Deutsche Bank, Mars und andere Marken haben Werbekampagnen auf YouTube ausgesetzt, weil sie neben Videos von spärlich bekleideten Kindern zu sehen waren, kommentiert von hunderten Pädophilen. „Es sollten keine Anzeigen neben solchen Videos zu sehen sein. Wir arbeiten intensiv daran, das zu beheben“, sagte ein YouTube-Sprecher in Reaktion auf einen Bericht der britischen „Times“.

Die Google-Tochter hat also zugegeben, dass es ein Problem gibt. Aber anscheinend hat YouTube nicht erkannt, welches Problem es tatsächlich ist. Es sollten nicht Werbeanzeigen neben solchen Videos, sondern die Videos an sich verhindert werden. Angeblich wurden sie von Kindern selbst hochgeladen, beispielsweise von dem jungen Mädchen, das nun sechseinhalb Millionen Mal in Nachtwäsche gesehen worden ist, aber das entbindet YouTube nicht von eigener Verantwortung. Und diese sollten soziale Netzwerke auch aus eigenem Antrieb übernehmen, wenn sie nicht bald als asozial wahrgenommen werden wollen.

Hier stellt YouTube neue Richtlinien für Videos vor.

Die Kolumne „Netz-Bubble“ erscheint immer dienstags im Handelsblatt Morning Briefing.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×