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02.08.2000

15:59 Uhr

ap MÜNCHEN. Der Vorsitzende der CSU-Medienkommission, Markus Söder, hat die Versteigerung der UMTS-Frequenzen heftig kritisiert und mit der Fernsehshow "Big Brother" verglichen. Ein Lizenzierungsverfahren wie zum Beispiel in Japan wäre besser gewesen als diese Auktion, sagte Söder am Mittwoch in München. Das Verfahren, bei dem die Bieter eingesperrt würden, sei "lächerlich". Außerdem könne die Auktion die deutschen Unternehmen wegen der enormen Kosten im internationalen Wettbewerb schwächen. "Sie verlieren Geld, das sie an anderer Stelle besser verwenden könnten."

Der CSU-Politiker befürchtet weiterhin, dass sich die Unternehmen dadurch nur auf diese Technologie konzentrieren und die Förderung neuer Mobilfunkentwicklungen außer Acht ließen. Die Erlöse sollten auf jeden Fall sachgerecht verwendet werden, forderte Söder. Schließlich entständen auch zahlreiche Folgekosten. Der Medienexperte schlug einen "UMTS-Groschen" für die Bundesländer vor, um den Ausbau des Mobilfunknetzes zu finanzieren. Nach der Auktion sollte ein Runder Tisch gebildet werden mit Vertretern von Bund, Ländern und Unternehmen.

Außerdem sollte die Bundesregierung in einer Werbekampagne die Vorteile der neuen Technologie erklären. Schließlich könnte man einen Fonds für die Ausbildung in der Informationstechnologie gründen.



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