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09.01.2001

15:54 Uhr

dpa SAARBRÜCKEN. Die saarländische Landesregierung will einen Ausstieg des Landes aus dem Kohlebergbau nicht vor 2010. Ministerpräsident Peter Müller (CDU) kündigte am Dienstag nach einer Kabinettsitzung in Saarbrücken an, von den derzeit noch knapp 10 000 Arbeitsplätzen im Steinkohlebergbau des Landes sollten jährlich etwa 1 000 sozialverträglich abgebaut werden. Entlassungen solle es nicht geben.

Einen sofortigen Ausstieg aus dem Kohlebergbau, der zuletzt im Raum Lebach zu unterirdischen Erdbeben mit Schäden an Häusern geführt hatte, lehnte Müller ab. Er verwies darauf, dass es auch im benachbarten Frankreich und an der Ruhr solche vom Bergbau ausgelösten Erdbeben gebe. Im französischen Lothringen soll spätestens 2005 die letzte Tonne Kohle gefördert werden.

Müller forderte von der Bundesregierung für das Saar-Montanrevier die Einhaltung der beschlossenen Kohlesubventionen bis zum Jahr 2005 und eine Anschlussregelung für die Zeit danach.

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