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04.08.2000

11:49 Uhr

Sonntag soll es weiter ein Öffnungsverbot geben

Döring will Freigabe der Öffnungszeiten von Montag bis Samstag

Der FDP-Politiker erklärte in München, nur eine vollständige Liberalisierung der Öffnungszeiten mache deutlich, dass der Staat keine bestimmten Öffnungszeiten vorschreibe.

ap MÜNCHEN/STUTTGART. Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring hat sich für eine Freigabe der Ladenöffnungszeiten von Montag bis Samstag ausgesprochen. Der FDP-Politiker erklärte am Freitag in München, nur eine vollständige Liberalisierung der Öffnungszeiten mache deutlich, dass der Staat keine bestimmten Öffnungszeiten vorschreibe, "sondern jeder Unternehmer selbst darüber entscheiden kann und muss, wie lange er sein Geschäft öffnet."

Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende plädierte jedoch für die Beibehaltung des Öffnungsverbots an Sonntagen. Bei einer vollständigen Liberalisierung an den Werktagen müsse die Sonntagsöffnung "restriktiv geregelt und gehandhabt werden". Der Sonntag müsse seine grundgesetzlich geschützte, grundlegende Ruhe- und Schutzfunktion behalten.

Döring widersprach Bedenken, wonach die Freigabe der Öffnungszeiten vor allem kleinere und mittlere Einzelhandelsbetriebe benachteilige. Auch restriktive Bestimmungen könnten Mittelständlern keinen dauerhaften Schutz vor zunehmender Konkurrenz bieten. "Neue Wettbewerber lassen sich nicht durch Ladenschluss-Zeiten vom Markt fern halten." So stelle der Internet-Handel bereits eine spürbare Konkurrenz vom stationären Handel dar.

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