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31.03.2003

18:30 Uhr

Sorge über Dauer des Irak-Kriegs

Euro steigt zeitweise über 1,09 Dollar

Die Sorge vor einem langen Krieg im Irak hat den Euro am Montag zeitweise über die Marke von 1,09 $ steigen lassen. Nach einem Tageshoch von 1,0921 Dollar rutschte die europäische Gemeinschaftswährung zum Abend wieder auf einen Kurs von 1,0896 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0895 (Freitag: 1,0730) Dollar fest. Der Dollar kostet damit 0,9179 (0,9320) Euro.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Insbesondere die Aussage des Oberkommandierenden der US- Streitkräfte am Persischen Golf, Tommy Franks, wonach der Krieg bis in den Sommer andauern könnte, hatte den Dollar nach Einschätzung von Experten zum Wochenauftakt belastet. "Die Aussicht, dass sich der Konflikt bis zum Sommer hinziehen kann, steht im diametralen Gegensatz zu den bis zuletzt gehegten Erwartungen", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Darüber hinaus seien die Warnungen der USA an Syrien und an Iran ein deutliches Zeichen für die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts.

"Mit einer längeren Kriegsdauer schauen die Anleger aber auch wieder stärker auf die Konjunkturdaten", sagte Devisenexpertin Alexandra Bechtel von der Commerzbank. Diese seien für die USA nicht gut. "Die bestehenden Ungleichgewichte und Strukturprobleme werden durch einen längeren Krieg noch weiter verschärft", sagte Bechtel. Insbesondere das US-Haushaltsdefizit dürfte weiter steigen und den Handlungsspielraum der amerikanischen Regierung zunehmend einschränken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6896 (0,6865) britische Pfund, 129,18 (128,89) japanische Yen und 1,4764 (1,4766) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete in London am Nachmittag 334,85 (330,75) Dollar. Der Kilobarren kostete unverändert 9920 ?.

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