Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2001

12:03 Uhr

vwd OSLO. Der Aufsichtsratsvorsitzende des norwegischen Mischkonzerns Kvaerner ASA, Oslo, Christian Bjelland, will sich im Mai bei der kommenden Hauptversammlung nicht mehr zur Wahl stellen. Bjelland stand dem Aufsichtsrat (AR) seit Mai 1996 vor. Den Rückzug bestätigte ein Kvaerner-Sprecher am Montag. Dagegen dementierte er Gerüchte, der Vorstandsvorsitzende Kjell Almskog solle ebenfalls verdrängt werden, weil die Beziehungen zwischen Kvaerners Topmanagement und dem Großaktionär Aker Maritime ASA, Oslo, abkühlten. Sprecher Trond Andresen bezeichnete die in der vergangenen Woche auf dem Osloer Börsenparkett aufgekeimten Spekulationen als Fantasien.

Die Beziehungen zwischen Kvaerner und Aker sind seit dem vergangenen Sommer belastet, als Aker unerwartet 26 % an Kvaerner übernahm. Damals war ein Gegenbot von Kvaerner für Aker gescheitert. Die beiden Unternehmen gelten als härteste Konkurrenten im norwegischen Schiffbau und im Offshore-Geschäft. Die EU hatte Aker gehalten, den Anteil auf 17,8 % zu reduzieren. Als größter Einzelaktionär ist Aker allerdings noch nicht im AR von Kvaerner vertreten - ein von beiden wahrgenommenes Problem.

Sprecher Andresen betonte, üblicherweise wünsche Kvaerner, dass die großen Aktionäre im AR vertreten seien und Einfluss im Unternehmen hätten, im Falle von Aker sei dies jedoch problematisch. Ein Vertreter von Aker im AR dürfe daher nicht aus den Reihen von Aker selbst kommen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×