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06.03.2003

12:59 Uhr

Sparkassen sollen enger angebunden werden

Hohe Risikovorsorge drückt Landesbank-Gewinn

Eine verdoppelte Risikovorsorge hat den Gewinn der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)im vergangenen Jahr kräftig gedrückt.

Reuters STUTTGART. Der Jahresüberschuss sei - ohne die BW-Bank und die kürzlich verkaufte Beteiligung an der Landesbank Kiel - 2002 um 25 Prozent auf 342,4 Mill. Euro zurückgegangen, sagte LBBW - Vorstandschef Hans-Dietmar Sauer am Donnerstag in Stuttgart. Mit der erstmals konsolidierten BW-Bank lag der Gewinn nach Steuern bei 309,9 Mill. Euro.

"Diese Zahlen sind nicht zum Feiern, aber wir können zufrieden sein", sagte Sauer. Die Risikovorsorge schnellte allerdings auf 630 Mill. Euro in die Höhe. Eine Einzel-Wertberichtigung, deren Ausmaß im Zusammenhang mit dem Verfall der Börsenkurse stehe, habe dazu allein 260 Mill. Euro beigetragen. Dass es sich dabei um den in großen Finanzproblemen steckenden Schweizer Finanzier Martin Ebner handele, zu dessen größten Gläubigern die LBBW zählt, wollte eine Sprecherin der Bank weder bestätigen noch dementieren. Das bereinigte Ergebnis der LBBW vor Risikovorsorge stieg um 16,5 Prozent auf 1,227 Mrd. Euro.

Bis Ende 2004 will die LBBW ohne Kündigungen weitere 600 der 10 342 Stellen abbauen. Die Sparkassen in Baden-Württemberg will die LBBW, die daneben auch eigene Filialen betreibt, enger anbinden. Die Sparkassen sollen etwa Kreditrisiken bei der LBBW bündeln, die dann verbrieft und am Kapitalmarkt platziert werden sollen. Dies könne die Risikostreuung der Sparkassen verbessern.

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