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10.02.2003

14:25 Uhr

Spekulationen zurückgewiesen

Kapitalerhöhung nicht auf der Allianz-Agenda

Die Allianz hat Spekulationen am Markt zurückgewiesen, wonach der Allfinanz-Konzern derzeit eine Kapitalerhöhung plane.

Reuters MÜNCHEN. "Eine Kapitalerhöhung steht momentan nicht auf der Tagesordnung", sagte ein Firmensprecher am Montag in München. Aktienhändler in Frankfurt hatten zuvor gesagt, die Allianz-Aktie werde von Gerüchten um eine Kapitalerhöhung belastet. Anlass seien Spekulationen unter anderem in einem britischen Medienbericht.

Die Allianz-Aktie notierte am Montagmittag mehr als drei Prozent tiefer bei 65,75 Euro, lag damit aber wieder über ihrem Tagestief von 65,39 Euro.

Das Beteilingungsportfolio der Versicherer hatte in der Vergangenheit parallel zu den fallenden Börsen massiv an Wert verloren und damit Sorgen über die Kapitalausstattung der Unternehmen in dem Sektor aufkommmen lassen. Zudem haben Verluste bei der Tochter Dresdner Bank die Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Allianz belastet. Der Allfinanzkonzern hatte sich zuletzt wiederholt Kapital in Milliardenhöhe über den Anleihenmarkt besorgt. Seit Anfang 2002 haben die Titel der Allianz rund 75 Prozent an Wert verloren.

"In Medienberichten wurde über eine Kapitalerhöhung bei der Allianz im Volumen von fünf Milliarden Euro spekuliert", sagte ein Händler. Das gebe den Marktteilnehmern Anlass zur Sorge.

Die Ratingagentur Fitch hat derzeit die Versicherungsunternehmen in Großbritannien, Deutschland und der Schweiz mit einem schwachen Ausblick versehen. Sollte es nicht zu einer deutlichen Kurserholung an den weltweiten Aktienmärkten kommen, werde der Druck auf die Kapitalausstattung der Versicherer andauern, was weitere Rating-Rückstufungen nach sich ziehen könnte.

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