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31.01.2001

18:31 Uhr

Spielraum für positive Überraschungen

Kommentar: Sehr bescheiden

Die Börse ist unzufrieden mit ihrem einstigen Liebling: Die neuen Zahlen der Internetsoftware-Schmiede Intershop quittierten die Anleger mit einem neuerlichen Kurssturz. Das ist kein Wunder.

va. Die alten Zahlen sind rot, und die neuen werden nicht schwarz. Mindestens noch in diesem Jahr wird der Softwareanbieter Verluste schreiben. Und der Umsatz soll den eigenen Prognosen zufolge um allenfalls 30 Prozent wachsen. Dabei gelten Wachstumsraten von 50 Prozent auf dem Markt für E-Business-Software als Maßstab. Wie will Intershop da überhaupt Geld verdienen, fragen zu Recht die Anleger und wenden sich enttäuscht ab.

Vielleicht aber üben sich die Manager des einstigen ostdeutschen Vorzeigeunternehmens nach der jüngsten Krise jetzt auch in allzu großer Bescheidenheit.

Denn auf den Wachstumsmärkten USA und Asien haben sie so gut wie keinen Umsatz eingeplant. Hier gibt es also noch Spielraum für positive Überraschungen. Zudem wollen sie den Markt in den Vereinigten Staaten nicht mehr alleine erobern, sondern zusammen mit anderen. Am Ende entpuppt sich der neue Partner womöglich noch als Aufkäufer. Auch das wäre eine gute Nachricht für die enttäuschten Anleger.

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