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07.02.2002

06:37 Uhr

Spionageflugzeug spürt Konvoi auf

Möglicherweise El Kaida-Führer bei Raketenangriff getötet

Bei einem amerikanischen Raketenangriff auf einen Konvoi im Osten Afghanistans ist nach US-Medienberichten vom späten Mittwochabend möglicherweise ein führendes Mitglied des El Kaida-Terrornetzwerkes getötet worden.

dpa WASHINGTON. Obwohl die Identität des Mannes nicht feststehe, sei es möglich, dass es sich um ein hochrangiges Mitglied der El Kaida handele, hieß es weiter unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium in Washington. Möglicherweise könnte es der Terroristenchef Osama bin Laden gewesen sein. Eine Bestätigung dafür gebe es jedoch nicht.

Ein unbemanntes Spionageflugzeug des US-Geheimdienstes CIA habe den Konvoi am Montag aufgespürt, berichtete der Nachrichtensender CNN. Bei einem Halt sei eine Hellfire-Rakete abgefeuert worden. Dabei sei offenkundig der Chef des Konvois, der von den Wachmännern mit großem Respekt behandelt worden sei, getötet worden.

Nach Angaben des Senders CBS wurde die Rakete in der Nähe eines Höhlenkomplexes abgeschossen, in dem führende Mitglieder der El Kaida vermutet wurden. Unter Berufung auf einen Beamten hieß es bei CBS, dass bei dem Raketenangriff mindestens eine Person möglicherweise auch mehrere getötet worden seien.

Seitdem habe das Pentagon versucht, ein Kommandounternehmen dort hinzuschicken, um die Identität des und der Getöteten festzustellen. Wegen schlechten Wetters sei es jedoch für Hubschrauber zu gefährlich, in der Berggegend zu operieren.

CIA-Direktor George Tenet hatte am Mittwoch vor einem Senatsausschuss in Washington gewarnt, dass die El Kaida-Organisation bisher nicht zerstört worden sei. Neue Angriffe könnten jederzeit erfolgen, darunter auch "unkonventionelle" mit chemischen, biologischen und radioaktiven Waffen. "Wir wissen, dass El Kaida die gefährlichsten chemischen Stoffe und Gifte und Geräte zur Verbreitung von Radioaktivität angeschafft hat", sagte Tenet. Im Anti-Terror- Krieg in 60 Ländern seien mehr als 1000 El-Kaida-Mitglieder festgenommen wurden, sagte Tenet. Dennoch sei die Organisation Bin Ladens weiter gefährlich.

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