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09.01.2002

12:55 Uhr

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Spitze der NRW-CDU einstimmig für Merkel

Nach dem klaren Bekenntnis der CSU für einen Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber hat sich der Geschäftsführende Landesvorstand der CDU in Nordrhein-Westfalen geschlossen für eine Nominierung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel als Kanzlerkandidatin ausgesprochen.

rtr DÜSSELDORF. "Die Mitglieder des Geschäftsführenden Landesvorstandes der CDU-NRW sind überzeugt, dass unsere Erfolgsaussichten bei der Bundestagswahl mit Angela Merkel noch größer sind", heißt es in einer einstimmig beschlossenen Erklärung, die der Landesvorsitzende Jürgen Rüttgers am Mittwoch in Düsseldorf vorstellte. Rüttgers plädierte zugleich dafür, dass die beiden möglichen Kandidaten in der nächsten Woche eine einvernehmliche Lösung finden.

"Ich glaube, dass es eine Mehrheit in der CDU für Angela Merkel gibt", sagte Rüttgers, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender ist. Er trat dafür ein, vor oder in Verbindung mit der Entscheidung über die Kandidatur die strategischen Leitlinien für die Bundestagswahl zu diskutieren. Der Kandidat oder die Kandidatin der Union müssten zu der Strategie passen. Die Union könne die Bundestagswahl 2002 gewinnen, wenn sie den Kampf um Wechselwähler gewinne.

Bevorzugter Koalitionspartner der Union seien zwar die Liberalen, jedoch dürfe die Union ihre Koalitionsperspektiven nicht auf die FDP verengen. Auch eine große Koalition könne nicht ausgeschlossen werden, aber nur unter Führung der Union.

Eine Vorentscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union auf der am Wochenende in Magdeburg angesetzten CDU-Vorstandsklausur erwartete Rüttgers nicht. "Ich gehe davon aus, dass es weder in Magdeburg eine Vorentscheidung gibt, wie es auch in Kreuth keine Vorentscheidung gegeben hat."

Die CSU hatte sich am Dienstag auf einer Klausursitzung der CSU-Bundestagsabgeordneten in Wildbad Kreuth dafür ausgesprochen, dass die Union Stoiber als Herausforderer von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nominiert. Sowohl Merkel als auch Stoiber haben angekündigt, die Kandidatenfrage einvernehmlich in einem Gespräch lösen zu wollen.

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