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09.07.2014

22:20 Uhr

+++ WM-Blog +++

„Scolari ist eine Last, eine Schande!“

Brasilien in Schockstarre, die Fußball-Welt in Wallung. Jetzt entscheidet sich, wer das WM-Finale gegen Deutschland bestreiten wird. Beim 7:1 waren zuvor zahlreiche Rekorde gepurzelt. Die Meldungen des Tages im Blog.

Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari: Keine Aussage zur eigenen Zukunft. ap

Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari: Keine Aussage zur eigenen Zukunft.

DüsseldorfIm Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft hat Deutschland gegen Brasilien 7:1 gewonnen. Nun stehen Jogis Jungs am Sonntag im Finale. Gegen wen? Das entscheidet sich heute Abend zwischen Argentinien und Niederlande. Lesen Sie in unserem Liveblog alles rund um das große Spiel und wie es nun weitergeht.

+++ Hummels im Finale wohl dabei +++

e sportliche Leitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft rechnet mit einem Einsatz von Innenverteidiger Mats Hummels im WM-Finale am Sonntag. Der Dortmunder war in der Halbzeit des Halbfinales gegen Brasilien am Dienstag mit einer Sehnenreizung in der Kniekehle ausgewechselt worden. „Es war auch eine kleine Vorsichtsmaßnahme, da möchte man nichts riskieren. Ich gehe davon aus, dass das für das Finale kein Problem sein wird“, sagte Teammanager Olivier Bierhoff am Mittwoch in der ARD. Ähnlich hatte sich am Abend zuvor Bundestrainer Joachim Löw nach der 7:1-Gala gegen den WM-Gastgeber geäußert.

+++ Verbands-Vize poltert gegen Scolari +++

Luiz Felipe Scolari wird nach Angaben des künftigen Verbands-Vizepräsidenten Delfim Peixoto „nie mehr“ Brasiliens Nationaltrainer werden. „Alles war schlecht. Ich möchte nicht darüber sprechen, um nichts Dummes zu sagen, aber eines kann ich versichern: Nie wieder wird Felipao mit einer brasilianischen Auswahl zusammen sein. Er wird nie wieder zurückkehren. Er ist eine Last, eine Schande“, sagte der Funktionär am Mittwoch dem TV-Sender ESPN Brasil.

Peixoto gehört zur Gefolgschaft von Marco Polo del Nero, der im kommenden April als Präsident des brasilianischen Fußball-Verbands CBF die Nachfolge von José Maria Marin antritt. Peixoto forderte, Scolari solle in den Ruhestand gehen. Der Vertrag des 65 Jahre alten Cheftrainers läuft nach der Weltmeisterschaft aus. Nach dem desaströsen 1:7 im Halbfinale ist eine Weiterarbeit ohnehin sehr unwahrscheinlich.

+++ Scolari verteidigt sich +++

Einen Tag nach dem 1:7-Debakel gegen Deutschland hat sich Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari nicht über seine Zukunft äußern wollen. „Das geht mir gerade nicht in meinem Kopf herum“, sagte der 65-Jährige am Mittwoch in Teresópolis auf die Frage, ob er weitermachen werde mit der Seleção. „Jetzt werden wir erstmal am Samstag spielen, der dritte Platz ist jetzt unser Traum.“

Scolari verteidigte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Technischen Direktor Carlos Alberto Parreira seine Arbeit. „Wir hatten sechs Minuten einen totalen Kurzschluss. Aber vergesst nicht, dass Brasilien erstmals seit 2002 wieder in einem Halbfinale stand.“ Scolaris Vertrag läuft nach dem Ende der Weltmeisterschaft aus.

+++ Fifa suspendiert Nigeria +++

Wegen unerlaubter Einmischung der Politik in die Belange des nationalen Fußball-Verbandes NFF ist Nigeria von der FIFA bis auf weiteres suspendiert worden. Das Dringlichkeitskomitee des Weltverbandes reagierte damit am Mittwoch auf die Festnahme des nigerianischen Verbandspräsidenten Aminu Maigari nach der Rückkehr des Teams in die Heimat. Zudem seien Mitglieder der NFF-Exekutive unerlaubterweise von ihren Aufgaben entbunden und durch einen Beamten der öffentlichen Verwaltung ersetzt worden. Nigeria war bei der WM in Brasilien im Achtelfinale an Frankreich gescheitert.

Während der Suspendierung sind sämtlichen Teams aus Nigeria internationale sportliche Kontakte untersagt. Die Suspendierung werde erst aufgehoben, sobald das ordnungsgemäß gewählte NFF-Exekutivkomitee wieder ohne Einflussnahme auf seine Geschäfte arbeiten könne, hieß es.

+++ Schweigeminute für di Stéfano +++

Vor dem WM-Halbfinale zwischen den Niederlanden und Argentinien in São Paulo wird der gestorbenen Fußball-Legende Alfredo di Stéfano mit einer Schweigeminute gedacht. Die Albiceleste wird einen Trauerflor tragen, zudem soll vor Anpfiff der Partie am Mittwoch (22.00 Uhr MESZ/ARD) ein Bild des gebürtigen Argentiniers auf den Stadion-Leinwänden zu sehen sein, teilte der Weltverband FIFA mit. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem argentinischen Verband und seinem früherem Club Real Madrid gefallen. Di Stéfano war am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben.

+++ Cafú fliegt aus der Kabine +++

Eigentlich wollte Cafú nur den Brasilianern Trost spenden nach dem 1:7-Debakel gegen Deutschland. Der Rekordnationalspieler (142 Länderspiele) und Weltmeister-Kapitän von 2002 wurde in Belo Horizonte aber von Verbandschef José Maria Marin aus der Kabine geworfen. „Er sagte, dass fremde Personen da nichts zu suchen haben“, erklärte der 44 Jahre alte Cafú.


+++Willem-Alexander und Máxima wünschen Niederlande viel Glück+++

Nach dem Verzicht auf einen Besuch des WM-Halbfinals gegen Argentinien hat das niederländische Königspaar der Elftal per Brief viel Glück gewünscht. Bondscoach Louis van Gaal verlas das Schreiben am Tag vor der Partie an diesem Mittwoch (22.00 Uhr MESZ/ARD) in São Paulo beim Abendessen, teilte der nationale Fußballverband mit. Darin übermitteln Willem-Alexander und auch die gebürtige Argentinierin Máxima ihre Wertschätzung für das Oranje-Team und hoffen, dass sich die Mannschaft für das Endspiel gegen Deutschland qualifiziert. Zuletzt war gerätselt worden, für wen die beliebte Königin jubeln wird. Im Falle des Finaleinzugs wollen beide nach Rio de Janeiro reisen.

+++Weinhändler schließt – wegen einer Rabatt-Aktion?+++

Dass Rabatt-Aktionen wegen des Kantersiegs den ein oder anderen Einzelhändler schlecht dastehen ließ, haben Sie vermutlich bereits mitbekommen. Und wenn nur das versprochene Freibier alle war. Lange Gesichter gab es hingegen vor einer Weinhandlung in der Schweriner Innenstadt. Diese hatte mit fünf Prozent Rabatt je Tor der Deutschen (maximal 25 Prozent) geworben. Doch nach dem 7:1 gegen Brasilien standen die Kunden am Mittwoch vor verschlossenen Türen – wegen Krankheit geschlossen, hieß es auf einem Schild im Fenster.

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

09.07.2014, 17:10 Uhr

Eben einen tollen Wirtz gehört:

Treffen sich ein Holländer und ein Deutscher. Sagt der Holländer voller Stolz: "Wir spielen heute gegen Argentinien." Antwortet der Deutsche: "Und wir am Sonntag."

;-)
Hoffen wir's.

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