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03.08.2012

22:33 Uhr

17. Gold für Phelps

Deibler bei Phelps-Sieg Vierter, Steffen im Finale

Auch am Freitag standen im Londoner Aquatics Centre einige Entscheidungen an. Dabei verpasste ein Deutscher eine Medaille nur knapp, während sich ein anderer Athlet unsterblich machte. Auch Britta Steffen ist zufrieden.

Steffen Deibler lieferte im 100-Meter-Schmetterlings-Finale eine tolle Leistung ab. Reuters

Steffen Deibler lieferte im 100-Meter-Schmetterlings-Finale eine tolle Leistung ab.

LondonGerührt lauschte Michael Phelps nach seinem letzten Einzel-Gold der Hymne, euphorisch freute sich Steffen Deibler über Platz vier - und sogar für Britta Steffen ist ein Happy-End in London greifbar. Als Vierte schaffte es die Doppel-Olympiasiegerin von Peking in das Finale über 50 Meter Freistil. Urplötzlich sind die Podestplätze wieder erreichbar. „Die Goldmedaille ist schon vergeben, dahinter ist es relativ offen. Wenn ich einen guten Start erwische, kann ich vielleicht sogar nach einer Medaille greifen“, sagte die Berlinerin. Der vorletzte Tag der olympischen Schwimm-Wettbewerbe bot am Freitagabend neben deutschen Lichtblicken einen weiteren Weltrekord und die nächsten Teenie-Titel.

Deibler zeigte über 100 Meter Schmetterling beim 17. Olympiasieg von Phelps ein tolles Rennen, lag zur Wende auf Platz zwei und bis kurz vor dem Anschlag auf Medaillenkurs. Nach 51,81 Sekunden fehlten 37 Hundertstelsekunden zur Medaille. „Der Platz ist schon geil. Ich habe mir den Traum vom olympischen Einzelfinale erfüllt. Ich bin sauzufrieden mit den Olympischen Spielen bisher, bin sauschnell geschwommen, das macht mich schon sehr glücklich“, sagte der Hamburger. In London verbesserte er seine Bestzeit gleich zweimal. Jetzt will er mit der Lagen-Staffel am Samstag noch mal auftrumpfen.

Erfolgreichste Olympioniken (international)

Platz 1

Schon vor seiner dritten Olympia-Teilnahme unsterblich gemacht hat sich US-Schwimmer Michael Phelps. 2004 und 2008 schwamm er bereits zu unfassbaren 14 Gold- und drei Bronzemedaillen.

Platz 2

Larissa Latynina gewann zwischen 1956 und 1964 18 Medaillen. Neun Mal Gold, fünf Mal Silber und vier Mal Bronze holte die Turnerin für die Sowjetunion.

Platz 3

Der finnische Langstreckenläufer Paavo Nurmi holte von 1920 bis 1928 Leichtathletik neun Goldmedaillen sowie drei Mal Silber.

Platz 4

Schwimmlegende Mark Spitz aus den USA holte 1968 und 1972 neun Mal Gold sowie je ein Mal Silber und Bronze.

Platz 5

Eine Bronzemedaille weniger gewann der US-Leichtathlet Carl Lewis. Von 1984 bis 1996 sammelte er neun Goldmedaillen und eine Silbermedaille.

Phelps konterte seinen schlechten Start und zog auf den letzten Metern davon. In 51,27 Sekunden fing der 200-Meter-Sieger den Südafrikaner Chad le Clos und Jewgeni Korotyschkin aus Russland ab. Beide wurden mit 51,44 gestoppt. „Ich bin einfach nur glücklich, dass ich gewonnen habe“, sagte Phelps. Bei der US-Hymne war er sichtlich bewegt.

Steffen zeigte sich nach dem enttäuschenden Halbfinal-Aus über 100 Meter Freistil auf der halben Distanz verbessert und kam nach 24,57 sicher weiter. „Ich schwimme hier nicht besser als die 100, aber die Differenz zur Weltspitze ist geringer über 50“, erklärte die 28-Jährige. Gold scheint für 100-Meter-Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo (Niederlande) nach 24,07 im Halbfinale reserviert. Steffen sorgte für die erste Finalplatzierung einer deutschen Frau nach sieben Endlauf-Teilnahmen durch die Männer.

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