Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.06.2014

22:45 Uhr

2:2 gegen Kamerun

Jogis Elf ist noch nicht bereit

VonStefan Kaufmann

„Bereit wie nie“ wollen die deutschen Nationalspieler für die WM in Brasilien sein. Dafür wird es langsam höchste Zeit. Beim durchwachsenen 2:2-Testspiel gegen Kamerun war von weltmeisterlicher Form noch wenig zu sehen.

MönchengladbachDer Wunsch von Thomas de Maiziére bleibt ungehört. Die Fußball-Nationalspieler sollten bei der deutschen Hymne mehr Gesangseifer an den Tag legen, forderte der Sportminister vor dem Testspiel gegen Kamerun. Dass viele Spieler nicht mitsingen, störe ihn schon ein bisschen.

Doch auch vor dem Spiel am Sonntagabend in Mönchengladbach bleiben die Münder der meisten Akteure geschlossen. Allerdings ignorierten die Nationalspieler nicht nur den Wunsch des Ministers, sondern auch die Ansagen ihres Trainers. Denn gute 90 Minuten später reichte es gegen Kamerun nur zu einem 2:2 (0:0)-Unentschieden.

Bereit wie nie – unter diesem Motto steht das Abenteuer WM 2014. Eigentlich sollte zwei Wochen vor dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal die Zeit der Experimente vorbei sein. Doch genau dieses Experimentieren ist im letzten wirklichen Härtetest vor dem Abflug noch notwendig. So sind die angeschlagenen Stammspieler Manuel Neuer und Philipp Lahm nicht einmal mit ins Rheinland gereist, sondern direkt zum Doc nach München.

Der WM-Fahrplan der DFB-Elf

21. Mai

Start des Trainingslagers im Passeiertal in Südtirol

01. Juni

Länderspiel gegen Kamerun in Mönchengladbach

02. Juni

Meldeschluss für den 23-Mann-Kader bei der FIFA

05. Juni

Treffpunkt in Mainz nach zwei freien Tagen

06. Juni

Benefizländerspiel gegen Armenien in Mainz

07. Juni

Abflug von Frankfurt nach Brasilien

08. Juni

Ankunft im „Campo Bahia“ in Santo André

16. Juni

WM-Vorrunde Deutschland gegen Portugal in Salvador

21. Juni

WM-Vorrunde Deutschland gegen Ghana in Fortaleza

26. Juni

WM-Vorrunde Deutschland gegen USA in Recife

Auf Kevin Großkreutz, der zuletzt vor allem durch unappetitliche Aussetzer abseits des Rasens auf sich aufmerksam machte, verzichtete das Trainerteam freiwillig, genauso auf Miroslav Klose. Statt den Routiniers sollten sich die spielstarken Marco Reus, Mesut Özil und Mario Götze – unterstützt von Thomas Müller – um die Offensive kümmern.

Was in den Anfangsminuten auch gut gelingt: Schnelle Kombinationen führen zu frühen Chancen. Die besten haben Per Mertesacker mit einem Kopfball nach einer Flanke von Marco Reus aus dem Halbfeld und Mario Götze, der nach einem feinen Zuspiel von Thomas Müller mit einem strammen Schuss nur den Pfosten trifft.

Kamerun fällt zunächst durch zweierlei auf: Torhüter Charles Itandje, der in einem schweinchenrosa Sportdress zwischen den Pfosten steht, und seine Fans, die jede Balleroberung wie den Gewinn des Weltmeisterpokals bejubeln. Auf drei Tribünenecken beeindrucken sie die deutschen Zuschauer im nicht ausverkauften Borussiapark durch ihre unermüdlichen Anfeuerungsversuche.

 

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

02.06.2014, 08:06 Uhr

Die deutschen Fußballer sind einfach nur übersättigt. Da fehlt der Drive.

Die ganzen "wiisenschaftlichen" und tehcnischen Maßnahmen sind eine Lachnummer. Die Jungs müssen einfach mal auf Entbehrung gesetzt werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×