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27.06.2014

06:57 Uhr

Achtelfinale

Algerien jagt den Deutschen keine Angst ein

Außenseiter Algerien ist im Achtelfinale eine machbare Hürde. „Wunschgegner“ gebe es nicht, warnt Bundestrainer Löw. WM-Phänomen Müller und seine Kollegen wollen nach dem Gruppensieg nun ins Finale.

Der algerische Spieler Islam Slimani beim Kopfball im Spiel gegen Russland. Ein Unentschieden reichte der Mannschaft zum Einzug ins Achtelfinale. dpa

Der algerische Spieler Islam Slimani beim Kopfball im Spiel gegen Russland. Ein Unentschieden reichte der Mannschaft zum Einzug ins Achtelfinale.

Santo AndréDieser Achtelfinal-Gegner jagte Joachim Löw und seinen stolzen Gruppensiegern um das WM-Phänomen Thomas Müller keinen Schrecken ein. Trotzdem vermied es der Bundestrainer nach der Rückkehr aus Recife vom hart erkämpften 1:0 (0:0)-Erfolg gegen die USA, den krassen Außenseiter Algerien als Glückslos auf der weiteren ambitionierten Reiseroute der Fußball-Nationalmannschaft zum Finale in Rio de Janeiro zu bezeichnen.

„Bei einer Weltmeisterschaft gibt es keine Wunschgegner, auch keine einfachen Gegner, schon gar nicht in den K.-o.-Spielen“, sagte Löw am Donnerstagabend (Ortszeit) und mahnte: „Dass die Algerier unbequem sind, haben sie bewiesen.“

Der Bundestrainer und seine Spieler hatten sich auf dem Rückflug nach Porto Seguro befunden, als sich die Nordafrikaner mit einem 1:1 in Curitiba gegen die in der Vorrunde gescheiterten Russen überraschend den zweiten Platz hinter Belgien in Gruppe H sichern konnten.

Kurz vor der Landung der Chartermaschine griff DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zum Bordmikrofon und gratulierte der Mannschaft in einer kurzen Ansprache zum Weiterkommen. Der Verbandsboss gab nach der ersten Etappe in Brasilien aber auch gleich die neue Marschroute aus: „Das Zwischenziel ist erreicht, aber wir sind noch lange nicht dort, wohin wir wollen. Wir wollen noch lange dabei sein.“

Porto Alegre, Rio, Belo Horizonte und wieder Rio - so lautet der erhoffte Reiseplan vom Achtelfinale bis zum Endspiel am 13. Juli für die deutsche Vielflieger-Gruppe um Torjäger Müller, der mit seinem vierten Turniertreffer das Tor zum Achtelfinale geöffnet hatte. „Wir haben riesigen Ehrgeiz, ein großes Ziel zu erreichen“, sagte der 24 Jahre alte Angreifer des FC Bayern zu den Titelambitionen.

Die Schlagzahl im Turnier erhöht sich nach der mit zwei Siegen und einem Unentschieden souverän erfüllten Vorrunden-Pflicht nun noch einmal: Im Vier- statt Fünf-Tages-Rhythmus geht es ab sofort weiter. „Jetzt geht es um alles oder nichts. Entweder man gewinnt oder man fährt nach Hause. In den K.o.-Spielen ist natürlich eine erhöhte Dynamik und Brisanz“, erklärte Löw voller Vorfreude und versprach für das erste „Endspiel“ gegen die Algerier: „Wir werden uns gut vorbereiten und freuen uns auf das Achtelfinale in Porto Alegre.“

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