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20.06.2011

16:12 Uhr

Ambush-Marketing

Werbestreit sorgt für Unruhe bei DFB-Frauen

Quelle:SID

Kurz vor dem WM-Auftakt wird im deutschen Lager gerade nicht über Sport geredet: Team-Managerin Doris Fitschen ist sauer auf die Berater der Spielerinnen. Die sehen sich aber weiterhin im Recht.

Bestätigt Werbestreit: Managerin Doris Fitschen SID

Bestätigt Werbestreit: Managerin Doris Fitschen

BerlinDer Berater von Simone Laudehr, Dieter Weber, hat gelassen auf den Brief von Doris Fitschen und ihre darin vorgetragene Kritik an der privaten Werbekampagne einiger Fußball-Nationalspielerinnen reagiert. „Das ist keine große Geschichte“, sagte der Manager der Nachrichtenagentur dapd. „Keiner der WM-Sponsoren wird davon Schaden nehmen. Es ist doch völlig legitim, wenn die Spielerinnen die einzigartige Möglichkeit vor der Heim-WM nutzen, um ein paar Euro dazuzuverdienen.“

Die Managerin der Nationalmannschaft, Fitschen, hatte in der „Bild“-Zeitung kritisiert, dass die Nationalspielerinnen Simone Laudehr, Kim Kulig oder Lira Bajramaj sich für ein Werbefoto eines Elektrohändlers schwarze Hosen und weiße Trikots übergestreift hatten - ohne offizielle Billigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Unakzeptabel“ nannte Fitschen dieses Vorgehen in „Bild“ und befürchtete in dem Brief an die Berater, dass die Zusammenarbeit durch diese Form der Trittbrettwerbung (Ambush-Marketing) mit den eigenen Sponsoren davon nachhaltig gestört werden könnte.

„Der DFB fühlt sich auf den Schlips getreten, weil die offiziellen WM-Sponsoren großen Druck auf den Verband ausüben“, sagte Dieter Weber. Man dürfe das allerdings nicht überbewerten, „kurz vor der WM sind alle etwas empfindlicher.“

Weber und seine Beraterkollegen wollen aus diesem Grund auch erst nach der WM auf den Brief von Fitschen antworten. „Wir werden dann in Ruhe mit allen Beteiligten sprechen, um eine grundsätzliche Klärung in dieser Angelegenheit zu finden“, sagte Weber. Dass dieses Schreiben kurz vor dem Start der WM am Sonntag publik wurde, bezeichnete Weber als „unglücklich“. Jeder hoffe auf einen großen Erfolg und den WM-Titel für die deutsche Nationalmannschaft.

Kommentare (1)

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bommel35

20.06.2011, 13:33 Uhr

also, wenn man das so hört, ist doch klar warum dies so passiert ist. da die spielerinnen nur halbprofis sind und sozusagen von nonprofis gemanaged werden, die wohl kaum rechtsbewandert sind, muss hier mal auch daran gedacht werden, nach der wm über eine profilisierung nachzudenken.

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