Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.06.2012

16:51 Uhr

Anstoß - Die EM-Kolumne

Rooneys Ärger mit den Tweets

VonMichael Maisch

Die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority hat Englands Stürmerstar Wayne Rooney wegen eines Tweets im Visier - der Vorwurf: Schleichwerbung für einen Sponsor. Und Rooney ist nicht der einzige Fall.

Drei Tweets für ein Halleluja: Wayne Rooney Reuters

Drei Tweets für ein Halleluja: Wayne Rooney

LondonTwitter ist zwar ein ausgesprochen schnelllebiges Medium. Den britischen Fußballstar Wayne Rooney hat jetzt aber seine Vergangenheit im sozialen Netz eingeholt. „Mein Vorsatz: Das Jahr als Champion anfangen und als Champion beenden“, ließ Rooney am 1. Januar dieses Jahres die 4,3 Millionen Fans wissen, die regelmäßig seine Meldungen auf dem Kurznachrichtendienst verfolgen.

Die scheinbar unschuldige Neujahrsbotschaft des Manchester-United-Spielers war allerdings mit dem Themenschlüssel (hashtag) #makeitcount markiert und auf eine Website der Sportartikelfirma Nike verlinkt, die den Mittelfeldstar sponsert.

Für die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) ist das Grund genug, Rooneys guten Vorsatz für das Jahr 2012 als verbotene Schleichwerbung einzustufen und den Profi-Kicker zu zwingen, die beanstandeten Tweets zu löschen. Es ist das erste Mal, dass die ASA von ihrer neuen Macht Gebrauch macht, auch die Werbung auf sozialen Netzwerken zu regulieren.

Rooney ist nicht der einzige britische Fußballer, den die ASA wegen Schleichwerbung verfolgt. Jack Wilshere, der für den FC Arsenal aus London spielt und ebenfalls von Nike gesponsert wird, sieht sich mit den gleichen Vorwürfen konfrontiert.

Die Twitter-Nutzer würden jeden Tag mit einer Flut von Nachrichten konfrontiert und seien sich in vielen Fällen nicht bewusst gewesen, dass es sich bei „Make it count“ um das Motto einer Werbekampagne von Nike handle, argumentiert die ASA. Zudem hätten Rooney und Wilshere nicht deutlich genug klargemacht, dass es sich bei ihren Neujahrsbotschaften um einen bezahlten Auftrag ihres Sponsors und nicht um eine persönliche Nachricht an ihre Fans handle.

Am Dienstagabend glänzte Rooney im Spiel gegen die Ukraine mit einem Tor, das die britische Fußballnationalelf ins Viertelfinale der EM beförderte. Bislang warten seine Fans aber vergebens auf eine Einschätzung des wichtigen Matches via Twitter.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×