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09.07.2011

23:25 Uhr

Aus im Viertelfinale gegen Japan

Der deutsche WM-Traum ist beendet

VonPatrick Kleinmann

In Wolfsburg verlor die DFB-Auswahl gegen Japan - was übrig bleibt sind fassungslose Spielerinnen und eine große Leere.

Ende, aus, Enttäuschung pur: Bianca Schmidt und das DFB-Team sind ausgeschieden. Quelle: Reuters

Ende, aus, Enttäuschung pur: Bianca Schmidt und das DFB-Team sind ausgeschieden.

WolfsburgZehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hielt es Silvia Neid nicht mehr aus. Die Bundestrainerin suchte sich ein Plätzchen am äußersten Rand ihrer Coaching Zone und stellte sich knapp einen Meter von der Spielfeldbegrenzung auf, fast wie eine zwölfte Spielerin. Zusammengekniffene Lippen, verschränkte Arme – Silvia Neid litt.

Die Bundestrainerin sah es kommen, eine knappe halbe Stunde später trat es ein: Der deutsche Traum von der Titelverteidigung im eigenen Land ist aus, ein Land wacht mit Fußballkater auf. Gegen ein taktisch geschicktes und defensiv kompaktes Team aus Japan fand die DFB-Auswahl nie richtig ins Spiel und verlor am Ende noch nicht einmal unverdient mit 0:1 nach Verlängerung.

Deutschland begann vor 26.067 Zuschauern im ausverkauften Wolfsburger WM-Stadion gewohnt offensiv und spielfreudig. Bereits nach vier Minuten hatte Kim Kulig die Führung auf dem Kopf, bekam den Ball nach einer Ecke aber nicht mehr richtig gedrückt. Richtig bitter war dagegen, dass sich die Neu-Frankfurterin bei dieser Aktion auch verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Für Kulig kam Rechtsverteidigerin Bianca Schmidt, Linda Bresonik rutschte ins Mittelfeld.

Von den Japanerinnen war in der Offensive erst einmal nichts zu sehen, die DFB-Elf machte das Spiel und kam zu Chancen: Kerstin Garefrekes‘ Flanke nach einer guten Einzelleistung fand keinen Abnehmer (9.), eine scharfe Freistoßflanke von Melanie Behringer wurde von Saki Kumagai am langen Pfosten geklärt.

Erst in der 15. Minute durfte dann auch Deutschlands Torfrau Nadine Angerer ihre Präsenz auf dem Platz beweisen, der Fernschuss von Mizuho Sakaguchi stellte die Frankfurterin allerdings vor kein Problem. Auf der Gegenseite strich ein Versuch von Célia Okoyino da Mbabi deutlich vorbei (20.). Die beste Chance der ersten halben Stunde hatte Kerstin Garefrekes, die den Ball nach einem weiten Freistoß von Behringer im Fünf-Meter-Raum nicht kontrollieren konnte.

Nach 30 Minuten kamen die Asiatinnen besser ins Spiel. Zunächst wurde ein Schuss von Shinobu Ohno gerade noch von Bianca Schmidt geblockt, Sekunden später scheiterte Yuki Nagasato aus spitzem Winkel.

Das Spiel wurde trotz vieler technischer Fehler auf beiden Seiten deutlich lebhafter, im Gegenzug verzog zunächst Behringer knapp, dann bekam Okoyino da Mbabi einen Pass nicht unter Kontrolle – die Bad Neuenahrerin wäre durch gewesen. Kurz vor der Pause scheiterte Inka Grings aus 20 Metern mit einer Direktabnahme deutlich.

Die Deutschen waren wie schon in der ersten Halbzeit auch nach der Pause schnell wieder im  Spiel. Keine zwei Minuten nach Wiederbeginn kam Inka Grings relativ unbedrängt zum Kopfball – die 1,69 Meter der Stürmerin reichten allerdings nicht, um den Ball gefährlich in Richtung Ayumi Kaihori zu bringen.

Kommentare (8)

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BayernFan

10.07.2011, 00:49 Uhr

"ach wie schade, gerade habe ich mich daran gewöhnt zur Primetime bestes Kreisliga C-Gebolze in Zeitlupe sehen zu können. was sollte der ganze Hype? den meisten Damen springt der Ball beim Stoppen doppelt so weit vom Fuss bei früher Klinsmann. Spielzüge? Fehlanzeige. Spätestens nach dem zweiten Ballkontakt wechselt die Kugel zu gegnerischen Mannschaft. Ein Grottenkick der ganz feinen Sorte. Ich glaube, ich richte jetzt die Weltmeisterschaft im Wetthäkeln für Männer aus. Will jemand die Fernsehrechte?"

Oelblase

10.07.2011, 01:04 Uhr

Gegen die Japsen im Viertelfinale verloren.

Schande über Euch! Ihr seid eine Schande für den deutschen Fußball.

Account gelöscht!

10.07.2011, 04:50 Uhr

Dieser Frauenfußball brachte mich immer zum Lachen. Besser als jede Comedysendung im TV! Ist gut, daß es jetzt vorbei sein wird mit der ungerechtfertigten Hochjubelei.

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