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10.08.2012

13:27 Uhr

Christina Obergföll

„Das Kind kommt mit Speer auf die Welt“

Speerwerferin Christina Obergföll ist zwei Mal Vize-Weltmeisterin und zwei Mal Vize-Europameisterin geworden. In London hat sie mit Silber ihren Frieden gemacht und den Groll abgelegt. Nun plant sie den ganz großen Wurf.

Auch ohne internationalen Titel sieht Obergföll ihre Karriere nicht mehr als unvollendet an. dpa

Auch ohne internationalen Titel sieht Obergföll ihre Karriere nicht mehr als unvollendet an.

LondonChristina Obergföll plant den ganz großen Wurf. „Nachwuchs wäre mal nett“, sagte die Olympia-Zweite und bog sich vor Lachen: „Das Kind kommt dann mit Speer auf die Welt.“ Ihr Lebensgefährte Boris Henry, Bundestrainer und WM-Dritter von 2003 in der gleichen Wurfdisziplin, habe ihr allerdings noch keinen Antrag gemacht.

Die 30-jährige Offenburgerin strahlte und scherzte und es sprudelte nur so aus ihr heraus. Am Donnerstagabend um 22.11 Uhr London-Time hat die 30-jährige Offenburgerin Frieden mit sich und ihrem Sport geschlossen - und mit Silber.

Auch ohne internationalen Titel sieht Obergföll ihre Karriere nicht mehr als unvollendet an. 2008 in Peking holte sie mit Bronze die einzige Medaille überhaupt für die deutschen Leichtathleten. Zweimal war sie Vize-Weltmeisterin, zweimal Vize-Europameisterin. Zuletzt im Juni in Helsinki, wo sie litt ohne Ende, als ihr die Ukrainerin Wira Rebryk noch Gold wegschnappte. Doch diesmal war Obergföll trunken vor Glück.

„Silber, Silber, Silber, Silber - scheiß egal, ich habe eine olympische Silbermedaille geholt“, meinte Obergföll am Freitag nach nur eineinhalb Stunden Schlaf. Mit eher mäßigen 65,16 Metern musste sich die deutsche Rekordhalterin nur Barbora Spotakova geschlagen geben: Die Weltrekordlerin aus Tschechien holte Gold wie schon vor vier Jahren und war mit 69,55 Metern unantastbar.

Spotakova zeigte auf der Ehrenrunde eine bemerkenswerte Geste: Sie als die Gefeierte verbeugte sich zweimal vor ihrem Trainer Jan Zelezny. Der dreifache Olympiasieger, dreifache Weltmeister und Weltrekordler hatte Tränen in den Augen.

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