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16.02.2014

12:21 Uhr

De Maizière zu Olympia

„Die bisherige Bilanz ist sehr gut“

Zufriedenheit macht sich breit beim deutschen Olympia-Team. Die Zwischenbilanz der Winterspiele in Sotschi gefällt auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière . Allein die Stimmung vor Ort überzeugt nicht alle.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Sotschi: Mit der Medaillenbilanz ist er sehr zufrieden. dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Sotschi: Mit der Medaillenbilanz ist er sehr zufrieden.

SotschiMit einer Olympia-Teamjacke kam Bundesinnenminister Thomas de Maizière in das Deutsche Haus, um sein Halbzeitresümee der Winterspiele von Sotschi zu ziehen. „Die bisherige Bilanz ist, was Gold angeht, sehr gut. Was die Medaillenzahl angeht, gut“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Krasnaja Poljana. „Die Olympischen Spiele sind aber noch nicht zu Ende.“ Gleichzeitig warb er um Verständnis, dass den deutschen Athleten nicht alles gelingen könne. „Gott sei Dank kann man Medaillen nicht bestellen, manchmal ist es nur ein Wimpernschlag, der entscheidet“, sagte er.

Dennoch hält er es für richtig, dass der Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) das Ziel hat, wie 2010 in Vancouver wieder 30 Medaillen gewinnen zu wollen. „Ich finde es nicht kritikwürdig, dass der DOSB die Latte hochgehängt hat“, erklärte de Maizière. „Das ist Leistungssport und kein Breitensport - und wir reden nicht über Nächstenliebe.“ Da könne man die Latte auch „etwas höher hängen, als man sie vielleicht erreicht“. Bis zum Sonntag hatte das deutsche Team zwölf Medaillen gesammelt, darunter sieben goldene.

Medaillenziele und Finanzierung der Verbände

Medaillen laut Plan

Zielkorridore für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Angegeben ist jeweils die Gesamtförderung pro Verband für das Jahr 2013 sowie die Anzahl der anvisierten Medaillen.

Bob- und Schlittenverband für Deutschland

9 bis 13 Medaillen, Grundförderung: 2.148.562 Euro, Projektmittel: 1.017.205 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 3.166.767 Euro

Deutscher Curling-Verband

Olympische Qualifikation, Grundförderung: 248.450 Euro, Projektmittel: 36.500 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 284.950 Euro

Deutscher Eishockey-Bund

0 bis 1 Medaille, Grundförderung: 383.000, Projektmittel: 98.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 481´.000 Euro

Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft

2 bis 4 Medaillen, Grundförderung: 1.355.000 Euro, Projektmittel: 475.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 1.830.000 Euro

Deutsche Eislauf-Union

1 Medaille, Grundförderung 574.331 Euro, Projektmittel: 99.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 673.331 Euro

Deutscher Skiverband

14 bis 20 Medaillen, Grundförderung: 0 Euro, Projektmittel: 700.000 Euro, Gesamtfördersumme: 700.000 Euro

Snowboard Verband Deutschland

1 bis 3 Medaillen, Grundförderung: 680.000 Euro, Projektmittel: 326.500 Euro, Gesamtfördersumme: 1.006.500 Euro

Summe der Olympischen Wintersportverbände

27 bis 42 Medaillen, Grundförderung: 5.389.343 Euro, Projektmittel: 2.752.205 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 8.141.548 Euro.

Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund, Ziele und Förderung, 24. Juni 2013

Viel Lob hatte er für die viel kritisierten Olympia-Gastgeber. „Alle sagen mir, dass das Olympische Spiele sind, die zu den bestorganisiertesten gehören, die sie erlebt haben“, sagte de Maizière. „Wenn man aus Deutschland mit der großen kritischen Begleitung kam, dann sieht man hier nun, dass für die Sportler alles gerichtet ist, wie sie es brauchen. Und wenn die Athleten zufrieden sind, bin ich es auch.“

Allein an der Stimmung bei den Wettkämpfen hatte er etwas auszusetzen. „Mir fehlt nur etwas das Überschwängliche von Vancouver und London“, meinte de Maizière, der am Samstag unter anderen den Silber-Coup von Maria Höfl-Riesch und den unglücklichen vierten Platz von Skispringer Severin Freund miterlebte.

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