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02.06.2014

19:24 Uhr

Deutsche Firmen in Brasilien

WM made in Germany

VonStefan Kaufmann

Stühle, Aufzüge, Dachplanen – deutsche Firmen liefern jede Menge Knowhow und Produkte für die WM-Stadien in Brasilien. Am spannendsten jedoch ist eine Technik, die den Fußball revolutionieren könnte.

DüsseldorfIn zehn Tagen wird Dirk Broichhausen im neuen WM-Stadion von Sao Paulo sitzen und sehr nervös sein. Nicht, weil der 46-Jährige mit der Mannschaft von Brasilien oder Kroatien zittert. Sein Interesse gilt der neuen Torlinientechnik, die seine Firma entwickelt hat und die beim Eröffnungsspiel auf größtmöglicher Bühne Premiere feiert.

In Würselen bei Aachen haben die Experten von GoalControl, deren Chef Broichhausen ist, in den vergangenen fünf Jahren an einem System getüftelt, das eindeutig bestimmen kann, ob ein Ball die Torlinie in vollem Umfang überquert hat oder nicht.

Bei diesem Produkt aus dem Rheinland erfassen sieben Kameras den Ball, sobald dieser in den Strafraum gelangt. Gerät das Spielgerät über die Torlinie, bekommt der Unparteiische mittels einer Spezialuhr ein Signal: Es blinkt und vibriert am Handgelenk.

Diese Nationalmannschaften sind chancenlos

Der Marktwert entscheidet

Alle 32 Teams bei der Weltmeisterschaft im Überblick – geordnet nach dem geschätzten Marktwert des Kaders. In dieser Liste sind acht Teams, deren Spieler wohl kaum eine Chance haben auf ein Weiterkommen.
Quelle: Transfermarkt.de

Platz 32

Nigeria (WM-Gruppe F), Geschätzter Marktwert: keine Angabe

Platz 31

WM-Gruppe E Honduras Geschätzter Marktwert: 21 Millionen Euro

Platz 30

WM-Gruppe B Australien Geschätzter Marktwert: 28 Millionen Euro

Platz 29

WM-Gruppe F Iran Geschätzter Marktwert: 28 Millionen Euro

Platz 28

WM-Gruppe D Costa Rica Geschätzter Marktwert: 35 Millionen Euro

Platz 27

WM-Gruppe H Südkorea Geschätzter Marktwert: 52 Millionen Euro

Platz 26

WM-Gruppe H Algerien Geschätzter Marktwert: 63 Millionen Euro

Platz 25

WM-Gruppe G USA Geschätzter Marktwert: 67 Millionen Euro

Wembley-Tore? Gibt es dann nur noch in den Geschichtsbüchern. Davon ist Broichhausen überzeugt. „Ich bin natürlich trotzdem nervös, wenn bei der Weltmeisterschaft nun der Härtetest ansteht“, sagt er im Gespräch und sucht nach einem passenden Vergleich.

„Nehmen Sie einen Entwickler von Airbags“, sagt er schließlich. „Der wünscht sich auch keinen Unfall, möchte aber doch wissen, ob sein Produkt im Ernstfall funktioniert.“ Deshalb darf es für Broichhausen beim Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien ruhig eine strittige Szene geben – sofern sein System nicht versagt.

GoalControl wurde 2012 aus Pixargus, einer Firma für Echtzeitbildverarbeitungssysteme, ausgegliedert. Nötig waren viel Idealismus und ein Finanzinvestor, der von der Idee überzeugt war. Knapp unter zehn Millionen Euro sollen bereits in die Entwicklung geflossen sein. Die Fifa ist der erste prominente Kunde.

Kommentare (1)

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03.06.2014, 10:32 Uhr

Vielleicht noch ein Chip im Gehirn welches die "Intelligenz" der Menschen noch mehr fördert !?

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