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09.06.2012

16:26 Uhr

DFB-Partner Bitburger

„Alkoholverbote sind keine Lösung“

VonStefan Merx, Thomas Mersch

Als DFB-Partner will Bitburger zur EM mehr Bier verkaufen. In heutiger Zeit eine heikle Mission, denn die zunehmenden Krawalle in den Stadien lassen Forderungen nach einem Alkoholverbot laut werden. Bitburger wehrt sich.

Werner Wolf von der Braugruppe Bitburger.

Werner Wolf von der Braugruppe Bitburger.

KölnIn gut einer Woche beginnt die Fußball-EM. Wird es am Ende eine Bierdusche für Bundestrainer Jogi Löw geben?
Werner Wolf: Ich glaube, dass wir mal wieder für einen Titel gut sind - bei allen Unwägbarkeiten. Es wäre meine persönliche Hoffnung.

Auch aus geschäftlichen Gründen?
Wir sind seit 20 Jahren Partner des Deutschen Fußball-Bunds. Natürlich in der Erwartung, dass wir aufgrund der Aktivitäten mehr Bier absetzen als andere. In der Regel funktioniert das auch prima.

Wie wichtig ist dafür das Weiterkommen der deutschen Elf?
Das hat erheblichen Einfluss, neben anderen Faktoren wie dem Wetter. Die TV-Zuschauerzahlen sind gute Indikatoren für das öffentliche Interesse, das korreliert mit dem Bierkonsum.

In der Mitteilung, in der sie die Verlängerung im Mai bekanntgeben, heben Sie so stark auf alkoholfreies Bier ab, dass es fast wie eine Distanzierung vom Hauptprodukt Bier mit Alkohol klingt.
Die Werbepartnerschaft umfasst die Marke Bitburger Alkoholfrei und den DFB. Aber wir distanzieren uns nicht, und auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nicht, vom eigentlichen Produkt.

In Fachkreisen wird der Wert Ihres Engagements auf drei Millionen Euro im Jahr geschätzt. Lohnt sich diese Summe, allein um alkoholfreies Bier zu promoten?
Wenn Sie die Menge hochrechnen, vermutlich nicht.

Warum tun Sie es dennoch?
Bitburger Alkoholfrei ist die Marke, die am besten zum Sport passt. Zwar beträgt der Marktanteil von alkoholfreiem Bier in Deutschland nur vier Prozent, aber er wächst zweistellig, das macht es auch spannend. Es gibt wenige wachsende Segmente im Biermarkt, der im Schnitt um ein bis zwei Prozent im Jahr schrumpft.

Beim neuen EM-Werbespot wirkt es nicht so, als ob das alkoholfreie Bier im Mittelpunkt steht. Nur einmal ist der Schriftzug auf der Flasche kurz zu sehen. Driften da nicht Anspruch und Wirklichkeit auseinander?
Wir haben eine klare Vereinbarung, die sich auf die Submarke Bitburger Alkoholfrei bezieht, und das versuchen wir in den Aktivitäten, die nach außen gerichtet sind, auch deutlich umzusetzen. Ich denke, dass uns das auch gelingt. Es wäre vollkommener Blödsinn, nur ansatzweise zu bestreiten, dass es auf die Gesamtmarke eine Ausstrahlung hat und dass diese davon profitiert.

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