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06.06.2014

14:26 Uhr

DFB-Test gegen Armenien

Mit einem Lächeln nach Brasilien

Joachim Löw soll die DFB-Elf zum WM-Titel führen – das ist der Anspruch, den Fußball-Deutschland an den Bundestrainer hat. Vor dem finalen Test gegen Armenien ist der Druck gigantisch. Das weiß auch Löw selbst.

Joachim Löw im vergangenen Jahr in Brasilien: Das Lächeln während des Turniers soll idealerweise gelöster werden. dpa

Joachim Löw im vergangenen Jahr in Brasilien: Das Lächeln während des Turniers soll idealerweise gelöster werden.

FrankfurtSchluss mit schönen Worten - jetzt müssen Tore bejubelt werden. In der Karnevalshochburg Mainz möchte Joachim Löw am Vorabend der langersehnten Abreise nach Brasilien die abgekühlte WM-Stimmung in Deutschland neu entfachen. Der Bundestrainer weiß, dass nach einer von Störfällen gekennzeichneten Vorbereitung, einem schalen 2:2 gegen Kamerun und Zweifeln an einer neu versprochenen WM-Punktlandung von Torwart Manuel Neuer ein schwungvoller Fußballabend gegen Sparringspartner Armenien am Freitag (20.45 Uhr/ZDF) zu einer Verpflichtung geworden ist.

„Wir wollen uns mit einem Sieg, einem guten Spiel und einem Lächeln aus Deutschland verabschieden“, sagte Löw am Donnerstag in Frankfurt und versprach den skeptischen Fans einen tollen Fußballsommer: „Wenn es losgeht, werden wir auch den WM-Turbo zünden!“ Die Historie lehrt: Vor jedem der drei deutschen WM-Titel 1954,1974 und 1990 gab es bei der Generalprobe einen Sieg.

Ohne Sorgen wird Löw am Samstagabend (22.00 Uhr) aber auch bei einem Sieg gegen den Weltranglisten-38. nicht den DFB-Charterflieger nach Südamerika besteigen. Denn sein WM-Torwart Nummer 1 muss auch in der mit 27.000 Zuschauern ausverkauften Mainzer Arena erneut von Roman Weidenfeller vertreten werden. Neuers im DFB-Pokalfinale lädierte rechte Schulter lässt auch zehn Tage vor dem Ernstfall gegen Portugal keinen Länderspieleinsatz zu. Nicht einmal Torwarttraining konnte der 28 Jahre alte Münchner bislang absolvieren.

„Wir wollen kein Risiko eingehen, auch nicht minimal“, sagte Löw zum verschobenen Neuer-Comeback. Als neuen Plan musste er einen WM-Kaltstart des Keepers am 16. Juni in Salvador ankündigen. Die DFB-Ärzte sähen „keine Probleme“ für das erste Spiel, berichtete der Bundestrainer. „Wir haben im Moment überhaupt keine andere Pläne“, sagte Löw zur Alternativlösung mit Turnierdebütant Weidenfeller.

Das Fragezeichen hinter Neuer wird sich also frühestens in der Trainingswoche auf dem neu erbauten Fußballplatz beim doch noch rechtzeitig fertiggestellten DFB-Quartier Campo Bahia in Santo André auflösen. Auf Grün umstellen sollen die WM-Ampel dagegen noch in Mainz die Kapitäne Philipp Lahm (Fuß) und Bastian Schweinsteiger (Knie). Das Bayern-Duo soll nach einem gezielten Aufbautraining zumindest einen Teilzeiteinsatz gegen die konterstarken Armenier um den Dortmunder Henrich Mchitarjan leisten. „Natürlich brauchen beide Spieler Wettkampf-Rhythmus“, sagte Löw.

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