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06.07.2014

13:25 Uhr

Di Maria droht WM-Aus

Argentinien muss umdenken

Erstmals seit den Maradona-Zeiten steht Argentinien wieder in einem WM-Halbfinale. Dort müssen Messi und Co. gegen die Mannschaft aus den Niederlanden ran. Doch ausgerechnet jetzt droht ein Schlüsselspieler auszufallen.

Laut Medienberichten soll sich Angel di María einen Riss zugezogen haben . Wenn das stimmt, wäre die WM für ihn gelaufen. dpa

Laut Medienberichten soll sich Angel di María einen Riss zugezogen haben . Wenn das stimmt, wäre die WM für ihn gelaufen.

Brasília Lionel Messi stand auf dem Rasen in Brasília mit erhobenen Armen und dirigierte einen Chor von Zehntausenden glückseligen Fans. Den ersten Einzug in ein WM-Halbfinale der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft seit 1990 feierten die Spieler und Anhänger in Himmelblau und Weiß fast schon wie einen Titelgewinn. „Das erste Ziel ist erreicht. Jetzt wollen wir mehr“, gab Messi nach dem 1:0 (1:0) im Viertelfinale gegen Belgien die Marschroute für die letzte Turnierwoche vor.

Ausgerechnet in der entscheidenden WM-Phase droht jedoch der Ausfall des neben Messi bislang besten Argentiniers: Achtelfinal-Matchwinner Ángel di María hat sich am rechten Oberschenkel verletzt. Medienberichten zufolge soll er sich einen Riss zugezogen haben und die WM für ihn gelaufen sein. Bestätigt ist das bislang nicht.

Ein Einsatz im Halbfinale gegen die Niederlande am kommenden Mittwoch erscheint aber höchst fraglich. „Ich hoffe, dass es nicht so schwerwiegend ist“, sagte Trainer Alejandro Sabella mit sorgenvoller Miene: „Ángel ist einer unserer Schlüsselspieler.“

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Fällt di María auch noch aus und schafft es der verletzte Sergio Agüero nicht rechtzeitig zurück, bleibt von den „4 fantásticos“ in Argentiniens wuchtiger Offensive nur noch ein Duo mit Messi und Siegtorschütze Gonzalo Higuaín für das kleine Revival des WM-Finales von 1978 übrig. „Wenn Du Dir Argentinien anschaust, hast du di María und Messi“, urteilte Belgiens Coach Marc Wilmots und fällte ein sicherlich diskussionswürdiges Urteil: „Es ist ein gewöhnliches Team.“

Zumindest in der Heimat von Messi & Co. dürften die kritischen Einschätzungen von „Wilmotski“, der auch nicht geahndete Fouls von Messi monierte, kaum auf Verständnis stoßen. Viel zu groß war die Erleichterung nach der Schmach von 2010 gegen Deutschland (0:4), dem Viertelfinal-Aus 2006 gegen die DFB-Elf und erst recht dem Vorrunden-Debakel von 2002.

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