Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.07.2014

16:02 Uhr

Die Weltmeister in Berlin

„Unser Ding ist noch nicht zu Ende“

Berlin im Ausnahmezustand: Hunderttausende Fans haben den Weltmeister in einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer empfangen. Vor dem Brandenburger Tor bedanken sich Löw, Neuer, Müller & Co. bei ihren Anhängern.

Endlich wird in Berlin gemeinsam gefeiert

Da sind unsere Goldjungen

Endlich wird in Berlin gemeinsam gefeiert: Da sind unsere Goldjungen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinFast eine halbe Million Fans in Schwarz-Rot-Gold haben den deutschen Weltmeistern in Berlin einen rauschenden Empfang bereitet. Von der Landung des Sonderfluges LH 2014 um 10.08 Uhr über die Triumphfahrt zur Fanmeile bis zum Auseinandergehen hinter dem Brandenburger Tor präsentierte sich die Hauptstadt am Dienstag in einem vierstündigen Ausnahmezustand.

„Grandios. Gänsehaut. Die Gänsehaut von Rio hat sich nach Berlin übertragen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach der Nachrichtenagentur dpa. Bundestrainer Joachim Löw, Kapitän Philipp Lahm und alle anderen übernächtigten WM-Helden bedankten sich bei den freudetrunkenen Fans für die Unterstützung.

„Ohne euch wären wir nicht hier. Wir sind alle Weltmeister“, rief Löw unter lautem Jubel und Jogi-Löw-Sprechchören der fahnenschwenkenden Menge zu. Wie viele Anhänger tatsächlich zur Fanmeile auf der Straße des 17. Juni kamen, wollte selbst die Polizei nur schätzen.

WM-Bilanz der deutschen Elf - Teil 1

Gesamtüberblick vom Tor bis zum Mittelfeld

Ein Golden Boy, ein WM-Rekordtorschütze, ein Super-Joker und ein Standardkönig: Auf dem Weg zum Weltmeister brachten die 23 deutschen Spieler viele Qualitäten ein. Die Bilanz der Brasilien-Fahrer im Überblick – vom Tor bis ins Mittelfeld, von Neuer bis Höwedes.

Quelle der Analyse: dpa.

Roman Weidenfeller

Null Minuten Einsatzzeit, 100 Prozent Trainingseifer. Die Nummer 2 stärkte Neuer jederzeit den Rücken.

Manuel Neuer

Ob auf der Linie oder als Torwart-Libero: Einfach Weltklasse. Keiner ist besser, nur vier Gegentore. Zurecht mit dem Goldenen Handschuh geehrt.

Erik Durm

Nicht eingesetzt, aber der Dortmunder hat viel gelernt. Der 22-jährige umgeschulte Verteidiger darf sich Weltmeister nennen.

Kevin Großkreutz

Im Trainingslager von Löw scharf verwarnt, in Brasilien mit Rolle als WM-Tourist. Fügte sich ins Team.

Matthias Ginter

Nimmt viel Erfahrung, aber keinen WM-Einsatz mit. Und hat sich für Spitzenclubs ins Gespräch gebracht.

Ron-Robert Zieler

Nicht gespielt, aber ein Topverdiener. Bekommt als Teilnehmer aller Quali-Spiele als WM-Champ eine halbe Million.

Jérome Boateng

Begann rechts hinten, dann wieder als Innenverteidiger. Schnell und robust. Im Finale ein Sieggarant.

Benedikt Höwedes

Die WM-Überraschung. Links in der Abwehr gewann er immer mehr Sicherheit. Spielte durch, im Finale traf er den Pfosten.

Von mehr als 400 000 Menschen war die Rede, hinzu kamen Zehntausende an der Strecke des offenen Trucks von Moabit zum Pariser Platz. „Es war natürlich ein langer Weg zum Titel und am Ende auch ein wahnsinnig schwerer“, sagte Löw. „Aber wir sind wahnsinnig glücklich, jetzt hier zu sein bei den Fans.“

Auch Teammanager Oliver Bierhoff schloss in seinen Dankesworten an die Weltmeister die Fans in der Heimat mit ein. „Das ist unser gemeinsamer Erfolg, danke“, rief Bierhoff mit ganz heiserer Stimme den begeisterten Fans zu.

Dass die sportliche Leitung des Deutschen Fußball-Bundes nach dem Wechsel von Assistenztrainer Hansi Flick auf den Posten des Sportdirektors geschlossen auch die Titel-Mission bei der Europameisterschaft 2016 in Angriff nimmt, ist für den DFB ausgemachte Sache - auch wenn Löw sich mit Aussagen zu seiner persönlichen Zukunft zurückhielt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×