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15.07.2014

04:12 Uhr

Die WM-Party geht weiter

Die Weltmeister kommen

Erstmal hob der „Siegerflieger“ in Brasilien nicht ab. Zwei Stunden Verspätung wegen eines Kratzers in der Maschine. Doch nun kommen die Weltmeister. Und Hunderttausende warten.

Abflug nach Berlin

Die Weltmeister kommen nach Hause

Abflug nach Berlin: Die Weltmeister kommen nach Hause

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BerlinFußball-Deutschland will seinen Weltmeistern einen rauschenden Empfang bereiten. Hunderttausende werden am Dienstag auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin erwartet, wenn Joachim Löw, Philipp Lahm und die anderen Final-Helden der freudetrunkenen Nation erstmals seit 24 Jahren wieder den Weltpokal präsentieren können. Schon lange vor der offiziellen Eröffnung der Fanmeile haben sich die Fußball-Anhänger in Berlin eingefunden, um auf die Weltmeister zu warten. Manche hatten nach Augenzeugenberichten in ihren Autos übernachtet, um sich gute Zuschauerplätze zu sichern.

Mit fast zweistündiger Verspätung startete die deutsche Delegation mit dem Sonderflug LH 2014 am Montagabend von Rio de Janeiro aus in Richtung Berlin-Tegel. Wegen eines Lackschadens musste der „Fanhansa Siegerflieger“ von Experten überprüft werden.

Doch um kurz vor 23.00 Uhr hob die Boeing 747-800 mit den Spielern, Familien, Trainern und mitreisenden Journalisten ab. Lukas Podolski twitterte noch kurz vor dem Abflug ein Bild mit Kapitäns-Mütze aus dem Cockpit.

Um 10.30 Uhr landen sie wahrscheinlich

Mit Triumphgesängen waren die deutschen Spieler nach dem 1:0-Sieg gegen Argentinien am Sonntagabend in ihr Mannschaftshotel in Rio de Janeiro eingezogen. Von einem „Glücksgefühl für die Ewigkeit“ sprach Bundestrainer Löw nach dem vierten WM-Titelgewinn durch das Tor von Mario Götze in der 113. Minute.

WM-Bilanz der deutschen Elf - Teil 1

Gesamtüberblick vom Tor bis zum Mittelfeld

Ein Golden Boy, ein WM-Rekordtorschütze, ein Super-Joker und ein Standardkönig: Auf dem Weg zum Weltmeister brachten die 23 deutschen Spieler viele Qualitäten ein. Die Bilanz der Brasilien-Fahrer im Überblick – vom Tor bis ins Mittelfeld, von Neuer bis Höwedes.

Quelle der Analyse: dpa.

Roman Weidenfeller

Null Minuten Einsatzzeit, 100 Prozent Trainingseifer. Die Nummer 2 stärkte Neuer jederzeit den Rücken.

Manuel Neuer

Ob auf der Linie oder als Torwart-Libero: Einfach Weltklasse. Keiner ist besser, nur vier Gegentore. Zurecht mit dem Goldenen Handschuh geehrt.

Erik Durm

Nicht eingesetzt, aber der Dortmunder hat viel gelernt. Der 22-jährige umgeschulte Verteidiger darf sich Weltmeister nennen.

Kevin Großkreutz

Im Trainingslager von Löw scharf verwarnt, in Brasilien mit Rolle als WM-Tourist. Fügte sich ins Team.

Matthias Ginter

Nimmt viel Erfahrung, aber keinen WM-Einsatz mit. Und hat sich für Spitzenclubs ins Gespräch gebracht.

Ron-Robert Zieler

Nicht gespielt, aber ein Topverdiener. Bekommt als Teilnehmer aller Quali-Spiele als WM-Champ eine halbe Million.

Jérome Boateng

Begann rechts hinten, dann wieder als Innenverteidiger. Schnell und robust. Im Finale ein Sieggarant.

Benedikt Höwedes

Die WM-Überraschung. Links in der Abwehr gewann er immer mehr Sicherheit. Spielte durch, im Finale traf er den Pfosten.

In der Nacht zu Montag waren die deutschen Städte von Jubelgesängen und Hupkonzerten erfüllt. Den größten Autokorso gab es am Kurfürstendamm in Berlin mit etwa 15.000 Fans. Auf dem Rasen des mythischen Maracanã-Stadions feierten die Weltmeister im goldenen Konfettiregen, auf der Tribüne jubelten Fans und Ehrengäste wie Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit, die laut DFB in der Kabine mit einer Dose Bier auf den vierten WM-Triumph nach 1954, 1974 und 1990 angestoßen hatte.

Gegen 10.30 Uhr soll der verspätete Riesenflieger nun in Berlin landen. Vom Flughafen Tegel geht es zu dem gut einstündigen Fan-Empfang. Auf dem letzten Teil der Strecke wird sich das Team in einem offenen Truck präsentieren.

Kommentare (4)

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Sergio Puntila

15.07.2014, 08:02 Uhr

Leistungsbewußtsein, Disziplin und Obacht.
Ja, so sind sie, unsere Leistungsträger.
Schland feiert sich selbst und seine Tugenden: so kommt man weiter.
Mal sehn, wie weltmeisterschaftlich es weiter zugehen wird hierzulande.
Nun haben sie ihren Pott und gut is.
Dazu Gratulation.

Und wir alle dürfen uns gratulieren, endlich vom Würgegriff dieser Generalablenkungsverantstaltung befreit zu sehen bis, ja bis zur nächsten Ablenkungsveranstaltung.

Die Tribute von panem in circensis werden wohl auch in ferner Zukunft noch zur Bespassungskultur gehören.

Herr Thomas V. Schuischel

15.07.2014, 09:40 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Oliver Stock Jr.

15.07.2014, 10:19 Uhr

@ V.Schuischel

Das ist direkt noch harmlos von unserem Helden X_TRADER

(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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