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10.02.2014

20:57 Uhr

Doppelerfolg

Kanadier dominieren die Buckelpiste

Alex Bilodeau und Mikael Kingsbury haben den zweiten Buckelpisten-Doppelerfolg für Kanada eingefahren. Während Olympiasieger Bilodeau überragte, trat ein anderer Großmeister ohne Medaille ab.

Der Kanadier Alex Bilodeau gewinnt Gold. Reuters

Der Kanadier Alex Bilodeau gewinnt Gold.

Krasnaja PoljanaNach den Schwestern Dufour-Lapointe haben Alex Bilodeau und Mikael Kingsbury den zweiten Buckelpisten-Doppelerfolg für Kanada perfekt gemacht.

Ski-Freestyler Alex Bilodeau hat den Angriff seines kanadischen Teamkollegen Mikael Kingsbury abgewehrt und wie vor vier Jahren den Olympiasieg auf der Buckelpiste eingefahren. Dank einer traumhaft sicheren Fahrt und zwei sauberen Sprüngen sicherte sich der 26 Jahre alte Ski-Freestyler am Montagabend mit 87,70 Prozentpunkten den Triumph bei den Winterspielen von Sotschi.

Weltmeister Kingsbury machte zwei Tage nach Justine und Chloe Dufour-Lapointe den zweiten Buckelpisten-Doppelerfolg Kanadas im Extreme Park perfekt, lag aber deutlich hinter Bilodeau. Bronze holte der Russe Alexander Smyschljajew.


Bilodeau hatte vor vier Jahren bei den Winterspielen in Vancouver den kanadischen Gold-Fluch gebannt und als erster Athlet der Gastgeber gewonnen. Die Herzen des Landes hatte er aber vor allem durch die rührende Familien-Geschichte erobert. Sein älterer Bruder Frederic leidet an Kinderlähmung und ist nach Alexandres Worten dessen größte Inspiration. „Als Frederic zwölf Jahre alt war, haben die Ärzte ihm gesagt, dass er nicht mehr laufen kann. Heute läuft er immer noch. Er hätte so viele Gründe zu klagen, aber er lächelt dich immer an. Und deshalb gehe ich bei jedem Wetter raus und trainiere - egal, ob es regnet oder stürmt“, hatte Bilodeau vor vier Jahren nach seinem Olympia-Triumph erklärt.

Im ersten Finale zeigte er aber nun ungewohnte Schwäche: Bei der Landung nach dem Auftaktsprung geriet er in Rücklage und rettete nur mit Mühe Rang acht ins Ziel. Seine Topleistung rief er auch als Dritter im zweiten Endlauf noch nicht ab, doch als es drauf ankam, war Bilodeau nicht zu stoppen.

Diese Saison hatten bei sechs Weltcups nur die beiden Kanadier Kingsbury und Bilodeau gewonnen - und die Siege dabei geteilt. Bei vier Wettkämpfen lagen sie sogar innerhalb eines Punkts.

Nach einem harten Qualifikationssturz und dem Olympia-Aus hatte der Australier Dale Begg-Smith schon vor dem Finale seinen Rücktritt erklärt. Der Olympiasieger von Turin 2006 war diesen Winter nach drei Jahren Pause in den Weltcup zurückgekehrt. „Es war ein verzweifelter Schritt“, sagte der 29-Jährige bei den Winterspielen von Sotschi am Montagabend. „Ich habe auf eine märchenhafte Leistung gehofft.“ Bei Olympia lief es für den Silbermedaillengewinner von Vancouver jedoch nicht. „Ich habe es heute Abend nicht gefühlt“, sagte er nach der verpatzten Qualifikation. Auf die Frage, ob er wieder in den Weltcup zurückkommen würde, sagte er nur: „Nein.“



Von

dpa

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