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11.02.2014

13:46 Uhr

Eishockey der Frauen

Deutschland ist so gut wie raus

Besser gespielt, aber noch lange nicht gut genug: Die deutschen Eishockey-Frauen kamen trotz einer Leistungssteigerung beim 0:4 gegen Schweden unter die Räder – jetzt hilft nur noch ein Wunder.

Gekämpft, gerangelt, gebissen und dennoch verloren: Die deutschen Eishockey-Damen sind nach dem 0:4 gegen übermächtige Schwedinnen ausgeschieden. dpa

Gekämpft, gerangelt, gebissen und dennoch verloren: Die deutschen Eishockey-Damen sind nach dem 0:4 gegen übermächtige Schwedinnen ausgeschieden.

SotschiTrotz eines lange couragierten Auftritts müssen die deutschen Eishockey-Frauen den Einzug ins Viertelfinale des Olympia-Turniers abhaken. Im zweiten Vorrundenmatch in Sotschi zeigten die Spielerinnen von Bundestrainer Peter Kathan gegen Schweden vor allem im Angriff eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Auftaktniederlage gegen Russland - trotzdem hieß es am Ende 0:4 (0:1, 0:0, 0:3). Emma Nordin nach 60 Sekunden, Cecilia Ostberg (48.), Johanna Olofsson (51.) und Pernilla Winberg (52.) waren vor 4015 Zuschauern in der „Schajba“-Arena die schwedischen Torschützen.

Die weiter punktlose Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) musste danach auf eine völlig überraschende Niederlage der Russinnen am Dienstagabend gegen Japan hoffen - nur die hätte den Einzug ins Viertelfinale theoretisch noch möglich gemacht.Coach Kathan stellte trotz der ungenügenden Vorstellung seiner Offensive die Sturmreihen nicht um, erhoffte sich eher eine Trotzreaktion auf das 1:4 zum Turnierbeginn gegen die Russinnen. Die blieb nicht aus, besser als noch im ersten Match suchten die Frauen um Kapitän Susann Götz den Abschluss vor dem Tor. Mutiger und frecher aufzutreten, das hatten sich die deutschen Frauen auch selbst vorgenommen und über weite Strecke umgesetzt. Nur im Abschluss klappte wie schon gegen Russland wieder fast nichts, selbst vier Überzahlphasen ließen die Deutschen ungenutzt.

Medaillenziele und Finanzierung der Verbände

Medaillen laut Plan

Zielkorridore für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Angegeben ist jeweils die Gesamtförderung pro Verband für das Jahr 2013 sowie die Anzahl der anvisierten Medaillen.

Bob- und Schlittenverband für Deutschland

9 bis 13 Medaillen, Grundförderung: 2.148.562 Euro, Projektmittel: 1.017.205 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 3.166.767 Euro

Deutscher Curling-Verband

Olympische Qualifikation, Grundförderung: 248.450 Euro, Projektmittel: 36.500 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 284.950 Euro

Deutscher Eishockey-Bund

0 bis 1 Medaille, Grundförderung: 383.000, Projektmittel: 98.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 481´.000 Euro

Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft

2 bis 4 Medaillen, Grundförderung: 1.355.000 Euro, Projektmittel: 475.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 1.830.000 Euro

Deutsche Eislauf-Union

1 Medaille, Grundförderung 574.331 Euro, Projektmittel: 99.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 673.331 Euro

Deutscher Skiverband

14 bis 20 Medaillen, Grundförderung: 0 Euro, Projektmittel: 700.000 Euro, Gesamtfördersumme: 700.000 Euro

Snowboard Verband Deutschland

1 bis 3 Medaillen, Grundförderung: 680.000 Euro, Projektmittel: 326.500 Euro, Gesamtfördersumme: 1.006.500 Euro

Summe der Olympischen Wintersportverbände

27 bis 42 Medaillen, Grundförderung: 5.389.343 Euro, Projektmittel: 2.752.205 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 8.141.548 Euro.

Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund, Ziele und Förderung, 24. Juni 2013

Der erste Dämpfer kam schon nach einer Minute: Einen Schuss von Emma Eliasson fälschte Nordin direkt vor Jennifer Harss unhaltbar ab. Die Keeperin, die in der Bayernliga der Herren spielt, war planmäßig für Viona Harrer ins Tor rotiert. Gegen das Team um Winberg, das 2006 in Turin olympisches Silber gewonnen hatten, stand Harss wir erwartet häufig im Mittelpunkt. Aber auch die Schlussfrau der Skandinavierinnen Kim Martin Hasson war nicht beschäftigungslos. Nachdem sich die Deutschen langsam ans Tor herangetastet hatten, parierte Hasson in der 34. Minute einen Abpraller von Sophie Kratzer - die größte Möglichkeit bis dahin.

Die deutschen Mädels glaubten nun an ihre Chance. Im Schlussabschnitt verpassten Julia Zorn (43.) und Monika Bittner bei einem Alleingang vor der gegnerischen Torhüterin (45.) den Ausgleich. Als Jacqueline Janzen eine weitere Chance ausließ, fiel im folgenden Konter nach einem Fehler von Zorn das 0:2 und die Vorentscheidung.

Von

dpa

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