Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.08.2012

09:20 Uhr

Eklat um NPD-Kontakte

Ruderin Drygalla verlässt olympisches Dorf

Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla ist vorzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereist. Angeblich soll die Sportlerin Kontakte zur rechten Szene haben und mit einem NPD-Politiker liiert gewesen sein.

Olympia

Ruderin Nadja Drygalla vorzeitig aus London abgereist

Olympia: Ruderin Nadja Drygalla hat vorzeitig Olympisches Dorf in London verlassen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

LondonRuderin Nadja Drygalla hat am Donnerstag das Olympische Dorf in der Nähe der Regattastrecke in Eton Dorney verlassen. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in der Nacht zum Freitag bekannt. Genaue Gründe für die Abreise nannte der DOSB zunächst nicht.

„Heute erhielt die Mannschaftsleitung der Deutschen Olympiamannschaft Erkenntnisse zum privaten Umfeld der Rudererin Nadja Drygalla. Daraufhin habe ich im Beisein des Sportdirektors des Deutschen Ruderverbandes, Herrn Mario Woldt, ein ausführliches und intensives Gespräch mit unserem Mannschaftsmitglied geführt. Frau Drygalla hat am Ende unseres Gesprächs erklärt, dass sie das Olympische Dorf verlassen wird, um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen. Die Mannschaftsleitung begrüßt diesen Schritt“, sagte Michael Vesper, Chef de Mission der Deutschen Olympiamannschaft.

Nach einem Bericht des NDR wird Drygalla verdächtigt, Kontakte in die rechtsextreme Szene zu unterhalten. Ihr Lebensgefährte sei im vorigen Jahr Landtags-Direktkandidat der rechtsextremen NPD in Rostock gewesen. Er schreibe regelmäßig für ein NPD-nahes Internetportal und sei führendes Mitglied der Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rostock“.

Frau Drygalla habe in dem Gespräch glaubwürdig bekräftigt, dass sie sich zu den Werten der Olympischen Charta und den in der Präambel der DOSB-Satzung niedergelegten Grundsätzen bekenne, so Vesper.

„Wir werden nach den Olympischen Spielen noch im August ein weiteres Gespräch mit Nadja Drygalla führen. Danach werden wir gemeinsam die weitere Vorgehensweise besprechen und natürlich auch kommunizieren“, sagte DRV-Präsident Siegfried Kaidel.

Drygalla hatte mit dem deutschen Frauen-Achter den letzten Platz auf dem Dorney Lake belegt. Ein weiterer Start der 23-Jährigen war nicht vorgesehen.

Kommentare (22)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

omg

03.08.2012, 12:04 Uhr

Was für eine Skandal. Die Nazis sind wieder in London. Ich bin dafür sofort eine Lichterkette von Berlin nach London zu organisieren. Haben sich die üblichen Empörten eigentlich noch nicht geäußert, man hört ja gar nichts. Kommt bestimmt noch.

Blinse

03.08.2012, 12:15 Uhr

"...die üblichen Empörten eigentlich noch nicht geäußert, man hört ja gar nichts. Kommt bestimmt noch."

Da bin ich: Richtig so, Nazis raus! Was will die Dame da auch bei Olympia? So viele verschiedene Menschen mit komischer Hautfarbe, das ist bestimmt nichts für eine reinrassige Denkerin.

Erpel

03.08.2012, 12:49 Uhr

blinse lese ma genau sie hat einem mann mit dem gedanken gut ;) und laut grundgesetz darf jeder seine eigene meinung haben wieso wird sie dann bitte dafür bestraft das sie die meinung ihres manns toleriert, würde ma grade eher sagen der sport bund is grade das intolerante meinungsdiktierende, wie zur ddr entweder du denkst rot oder du wirst nix juhu wir kriegen die ddr wieder freu

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×