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10.06.2012

16:45 Uhr

EM-Gruppe C

Top-Duell zum Auftakt

Die Gruppe C startet gleich mit dem Knüller zwischen Spanien und Italien in das EM-Turnier. Dabei ist der Titelverteidiger gewarnt. Am Abend muss sich Kroatien gegen Trapattonis Iren und das Verletzungspech behaupten.

Die beiden „Barça“-Stars Cesc Fabregas (l.) und Xavi sind gegen Italien gefordert. dpa

Die beiden „Barça“-Stars Cesc Fabregas (l.) und Xavi sind gegen Italien gefordert.

DanzigDas Kräftemessen der Fußball-Großmächte Spanien und Italien überstrahlt zum Auftakt der Gruppe C alles. Dabei könnte vor dem Duell des Welt- und Europameisters Spanien mit den von einem Wett- und Manipulationsskandal gebeutelten Italienern am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) in Danzig die Ausgangslage unterschiedlicher nicht sein. Im Schatten des Gipfeltreffens geht es derweil für die Außenseiter Irland und Kroatien in Posen (20.45 Uhr/ZDF) fast schon um alles.

Infobox Italien

Kader

Tor: Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Morgan de Sanctis (SSC Neapel), Salvatore Sirigu (Paris St. Germain)

Abwehr: Ignazio Abate (AC Mailand), Federico Balzaretti (US Palermo), Andrea Barzagli (Juventus Turin), Leonardo Bonucci (Juventus Turin), Giorgio Chiellini (Juventus Turin), Christian Maggio (SSC Neapel), Angelo Ogbonna (FC Turin)

Mittelfeld: Daniele de Rossi (AS Rom), Alessandro Diamanti (FC Bologna), Emanuele Giaccherini (Juventus Turin), Claudio Marchisio (Juventus Turin), Riccardo Montolivo (AC Florenz), Thiago Motta (Paris St. Germain), Antonio Nocerino (AC Mailand), Andrea Pirlo (Juventus Turin)

Sturm: Mario Balotelli (Manchester City), Fabio Borini (AS Rom), Antonio Cassano (AC Mailand), Antonio di Natale (Udinese Calcio), Sebastian Giovinco (FC Parma)

Erfolge

Vier Mal Weltmeister (1934, 1938, 1982, 2006), ein Mal Europameister (1968)

EM-Teilnahmen

Acht Endrundenteilnahmen (1968, 1980, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

Verband

Federazione Italiana Giuoco Calcio (FIGC), gegründet 1898, Präsident ist Giancarlo Abete, Spitzname des Teams „Squadra Azzurra“

Zunächst aber richten sich die Scheinwerfer auf die Partie der letzten beiden Weltmeister. Die erfolgsverwöhnten Spanier müssten sich eigentlich um nichts sorgen, tun aber genau das. Dafür lässt sich die - mal wieder - skandalumwitterte Squadra Azzurra durch nichts aus der Ruhe bringen - und versetzt damit die Spanier in Alarmzustand.

„Es scheint so, dass Italien mit anderen Dingen beschäftigt ist, aber das ist nicht so. Wenn sie angeschlagen sind, sind sie am gefährlichsten“, sagte Spaniens Innenverteidiger Gerard Piqué: „Ich bin sicher, es wird ein sehr harter Brocken.“

Infobox Spanien

Kader

Tor: Iker Casillas (Real Madrid), Victor Valdes (FC Barcelona), José Manuel Reina (FC Liverpool)

Abwehr: Alvaro Arbeloa (Real Madrid), Javi Martinez (Athletic Bilbao), Jordi Alba (FC Valencia), Juanfran (Atletico Madrid), Gerard Piqué (FC Barcelona), Raul Albiol (Real Madrid), Sergio Ramos (Real Madrid)

Mittelfeld: Sergio Busquets (FC Barcelona), Cesc Fabregas (FC Barcelona), Andres Iniesta (FC Barcelona), Juan Manuel Mata (FC Chelsea), Santi Cazorla (FC Malaga), David Silva (Manchester City), Xabi Alonso (Real Madrid), Xavi (FC Barcelona)

Sturm: Fernando Torres (FC Chelsea), Jesus Navas (FC Sevilla), Fernando Llorente (Athletic Bilbao), Alvaro Negredo (FC Sevilla), Pedro (FC Barcelona)

Erfolge

1 x Weltmeister (2010), 2 x Europameister (1964, 2008)

EM-Teilnahmen

Zehn Endrundenteilnahmen (1960, 1964, 1980, 1984, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

Verband

Real Federación Española de Fútbol (RFEF), gegründet 1913, Präsident ist Ángel Maria Villar, Spitzname des Teams „Selección“ oder „La Furia Roja“

Der 25-Jährige ist nicht der Einzige, der den Zeigefinger hebt. Das gesamte Trainingsgelände des Welt- und Europameisters im polnischen Gniewino ist mit Warnungen übersät. „Die Vergangenheit macht dich nicht zum Champion. Demut schon“, heißt es etwa auf einem der zahlreichen Plakate. Die Botschaft ist klar. Nicht Italien, nicht Frankreich, auch nicht Deutschland: „Unser größter Gegner“, sagt Kapitän Iker Casillas, „sind wir selbst.“

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Bei den Italienern könnte man derweil angesichts des Wett- und Manipulationsskandals sowie der Verletzungssorgen in der Defensive eine gewisse Unruhe vermuten. Doch schlechte Stimmung, Scandalo? Fehlanzeige. Ob im kleinen Ristorante, beim Espresso an der Bar oder beim Training: Im Lager des viermaligen Weltmeisters wird viel gelacht. Der Wettskandal wird ausgeblendet, so gut es eben geht.

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