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26.06.2016

20:20 Uhr

Deutschland - Slowakei

DFB-Auswahl spaziert ins EM-Viertelfinale

Stark in der Defensive, konsequent im Abschluss und voller Spielfreude: Im EM-Achtelfinale siegt die DFB-Auswahl ungefährdet und souverän mit 3:0 gegen die Slowakei. In der nächsten Runde wartet nun der erste große Name.

Mit einem starken Distanzschuss brachte Jerome Boateng Deutschland früh auf die Siegerstraße. Er krönte seine bislang bärenstarke EM mit seinem ersten Turniertreffer. AP

Ein schönes Tor zum 1:0

Mit einem starken Distanzschuss brachte Jerome Boateng Deutschland früh auf die Siegerstraße. Er krönte seine bislang bärenstarke EM mit seinem ersten Turniertreffer.

LilleDer Weltmeister kommt auf Touren und ist bereit für die ganz großen K.o.-Spiele. Mit einem starken Auftritt und einem EM-Rekordsieg ist die deutsche Nationalmannschaft ins Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft gestürmt. Der rechtzeitig von einer Wadenverhärtung genesene Abwehrchef Jérôme Boateng mit seinem ersten Länderspiel-Tor (8. Minute), Mario Gomez (43.) und Julian Draxler (63.) sorgten am Sonntag in Lille für den ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg gegen völlig überforderte Slowaken.

Mit der überaus dominanten Vorstellung zeigte sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bestens gerüstet für den Viertelfinal-Klassiker am Samstag (21.00 Uhr) in Bordeaux gegen Titelverteidiger Spanien oder Ex-Weltmeister Italien.

Das Spiel in Zahlen

Torschüsse

Torschüsse: 21:7

Ballbesitz

Ballbesitz (in %): 58:42

Zweikämpfe

Gewonnene Zweikämpfe (in %): 53:47

Passquote

Passquote (in %): 89:85

Flanken

Flanken: 21:3

Eckstöße

Eckstöße: 8:1

„Das ist so ein schöner Moment, den will ich genießen und gar nicht mehr zurückdenken. Es macht riesigen Spaß in dieser Mannschaft zu spielen“, sagte Torschütze Gomez und blickte bereits auf das Viertelfinale: „Jetzt kommen die Spiele, auf die wir uns freuen. Deshalb sind wir ja zur Euro gefahren. Wir wollen den Titel ganz klar. Und dafür musst du auch solche Mannschaften schlagen.“

Vor 44.312 Zuschauern im Stade Pierre-Mauroy hätte der Sieg noch weitaus höher ausfallen können. Wieder einmal war die Chancenverwertung das einzige Manko im deutschen Spiel, Mesut Özil vergab sogar einen Foulelfmeter mit historischer Dimension (13.). Es war der erste Fehlschuss vom Punkt bei einer EM seit dem Fauxpas von Uli Hoeneß im Elfmeterschießen beim verlorenen Finale 1976 gegen die Tschechoslowakei.

Die deutsche Auswahl konnte es diesmal verschmerzen. „Ich liebe K.o.-Spiele über alles“, hatte Löw vor dem Wiedersehen mit den Slowaken angekündigt und wurde mit dem zehnten Sieg in einem Alles-oder-Nichts-Spiel unter seiner Führung belohnt.

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Nicht nur das Ergebnis, auch die Leistung dürften dem Coach gefallen haben. Die deutsche Elf ließ den Slowaken mit Dauerdruck und tollen Kombinationen kaum Luft zum Verschnaufen. Wieder einmal funktionierte das Gegenpressing im Mittelfeld durch das starke Duo Toni Kroos und Sami Khedira, dazu ließen in der Abwehr Boateng und Mats Hummels auch im vierten Spiel kein Gegentor zu.

Boateng war es auch, der dem dreimaligen Europameister einen perfekten Start bescherte. Nach einer Ecke von Kroos traf Boateng mit einem satten 18-Meter-Schuss, der von der slowakischen Hintermannschaft leicht abgefälscht wurde. Der Bayern-Verteidiger, der in seinem 63. Länderspiel erstmals traf, rannte nach dem Tor sofort zu Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Physiotherapeut Klaus Eder. Die medizinische Abteilung hatte Boateng nach einer Wadenverhärtung im Spiel gegen Nordirland (1:0) wieder rechtzeitig fit bekommen.

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