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25.06.2016

17:57 Uhr

Erster EM-Achtelfinalsieg

Polen siegt im Elfmeterschießen

Premiere für Polen: Noch nie hat das Land das Viertelfinale einer Europameisterschaft erreicht. Das ändert sich mit dem Sieg gegen die Schweiz – trotz der Verletzung eines wichtigen Spielers.

Der Schweizer Xherdan Shaqiri (m.) und die Polen Artur Jedrzejczyk (l.) und Arkadiusz Milik kämpfen um den Ball dpa

Szene aus dem Spiel

Der Schweizer Xherdan Shaqiri (m.) und die Polen Artur Jedrzejczyk (l.) und Arkadiusz Milik kämpfen um den Ball

Saint-ÉtiennePolen steht erstmals bei einer Fußball-Europameisterschaft im Viertelfinale. Der WM-Dritte von 1974 und 1982 kam am Samstag gegen die Schweiz zu einem 5:4-Sieg im Elfmeterschießen und feiert damit den größten Erfolg bei einer EM. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden. Vor 38 842 Zuschauern im Geoffroy-Guichard-Stadion von Saint-Etienne erzielte der langjährige Dortmunder Bundesligaprofi Jakub Blaszczykowski den Führungstreffer für die Polen (39.), ehe Xherdan Shaqiri mit einem Traumtor (82.) der Ausgleich gelang. Die Schweizer scheiterten wie schon vor zwei Jahren bei der WM im Achtelfinale. Granit Xhaka vergab den Elfmeter für die Schweizer. Grzegorz Krychowiak verwandelte den entscheidenden Elfmeter.

Im Duell der K.o.-Runden-Debütanten und Minimalisten, die beide mit nur zwei Treffern ins Achtelfinale eingezogen sind, setzten die Polen die Akzente in der Offensive. Bereits nach 20 Sekunden sorgte der Vorrundengegner der deutschen Mannschaft mit den stets gefährlichen Robert Lewandowski und Arkadiusz Milik für Aufregung in Schweizer Strafraum.

Nach einem Fehler von Johan Djourou kam zunächst Lewandowski in seinem 80. Länderspiel knapp gegen den Schweizer Keeper Yann Sommer zu spät, Milik setzte den Nachschuss über das Tor. Kurz darauf scheiterte der Stürmer von Ajax Amsterdam mit einem Kopfball am aufmerksamen Torhüter von Borussia Mönchengladbach.

Die Polen verzichteten weiterhin auf ihren Stammkeeper Wojciech Szczesny. Der Torhüter hatte sich im ersten Gruppenspiel eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wurde zuletzt vom überzeugenden Lukasz Fabianski vertreten. Allerdings hatte der Schlussmann auch zunächst weit weniger Beschäftigung als sein Gegenüber.

Die Schweizer, die vor zwei Jahren bei der WM in Brasilien im Achtelfinale an Argentinien scheiterten, kehrten zu ihrer Formation aus den ersten beiden Gruppenspielen zurück und setzten im Angriff wieder auf den bislang glücklosen Haris Seferovic. Der junge Breel Embol kam erst im zweiten Abschnitt dazu.

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