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07.06.2016

23:40 Uhr

Fußball-Nationalspieler

Antonio Rüdiger fällt mit Kreuzbandriss für EM aus

Das Aus kurz vor dem EM-Auftakt: Der deutsche Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger kann wegen einem Kreuzbandriss nicht an der Europameisterschaft teilnehmen. Für das deutsche Team ist sein Ausfall ein herber Schlag.

EM 2016

Tragisches Aus für Nationalspieler Antonio Rüdiger

EM 2016: Tragisches Aus für Nationalspieler Antonio Rüdiger

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Évian-les-BainsStunden nach dem Schautraining der deutschen EM-Stars sorgte das Turnier-Aus von Antonio Rüdiger für einen Schock. Wegen eines Risses des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie musste Bundestrainer Joachim Löw den Innenverteidiger des AS Rom nach der ersten Einheit des Titelanwärters am Dienstagabend in Évian-les-Bains aus seinem Turnierkader streichen. Als Ersatz wurde Jonathan Tah von Bayer Leverkusen nachnominiert.

Schon die ersten Reaktionen von Rüdigers Teamkollegen hatten bei der öffentlichen Einheit Schlimmes befürchten lassen. Hektisch riefen Bastian Schweinsteiger & Co. nach der Verletzung die Betreuer herbei. Gestützt von zwei Betreuern hatte der 23-Jährige den Platz verlassen müssen.

Gewaltiges Medieninteresse am Training

Für die beeindruckende Aussicht auf den Genfer See hatten die deutschen Nationalspieler schon vorher keine Muße. Wenige Stunden nach der Ankunft in Frankreich zeigten sich 18 Feldspieler und drei Torhüter bei einer öffentlichen Trainingseinheit begleitet von einem gewaltigen Medieninteresse den rund 1000 Zuschauern. Viele Kinder und Jugendliche waren auf Einladung der Stadt im Stade Camille Fournier dabei, als beim Aufwärmen nur Hummels und Lukas Podolski beim Titelanwärter auf dem Rasen fehlten.

Hummels arbeitete nach seinem Muskelfaserriss individuell im Fitnesszelt neben dem Platz. Podolski hatte nach der Geburt seines zweiten Kindes einen Tag Extraurlaub von Bundestrainer Joachim Löw erhalten. Nach dem Aufwärmprogramm nahmen die zuletzt angeschlagenen Weltmeister Sami Khedira und Jérôme Boateng überraschend nicht am Spiel Neun gegen Neun teil, bei dem sich Rüdiger auch noch verletzte. Der Profi vom AS Rom war in den Planungen als Vertreter des noch nicht wieder genesenen Hummels vorgesehen.

Die EM von A bis Z

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A wie Autofahne: Der flatternde PKW-Schmuck ist auch zehn Jahre nach der WM noch weit verbreitet. Dabei hat das größte Problem Bestand: Bei 100 km/h geht der Fetzen fliegen.
Quelle: sid

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B wie Beau Jeu: Der offizielle EM-Ball heißt übersetzt „Schönes Spiel“ und ist ganz französisch in Blau, Weiß und Rot gehalten. Die silbernen Streifen symbolisieren den EM-Pokal.

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C wie Coupe Henri-Delaunay: Das Ziel der Träume ging zuletzt zweimal nach Spanien. Sollte den Iberern der Hattrick gelingen, gibt es zur Belohnung eine originalgetreue Nachbildung.

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D wie Debütanten: Die Slowakei, Albanien, Island, Wales und Nordirland nehmen erstmals an einer Endrunde teil. Österreich und die Ukraine, einst als Gastgeber dabei, schafften erstmals sportlich die Qualifikation.

E

E wie Eiffelturm: Das Pariser Wahrzeichen wird jeden Abend in den Farben eines Teams angestrahlt. Abgestimmt werden kann im Internet.

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F wie Fanzonen: Ob auf dem Pariser Marsfeld oder am Strand in Marseille - insgesamt werden sieben bis acht Millionen Fans in den zehn EM-Städten zum Rudelgucken erwartet.

G

G wie David Guetta: Frankreichs Star-DJ schrieb den offiziellen EM-Song „This One's For You“. Bild urteilte: „Klingt nach Ibiza-Gefälligkeitstechno, könnte aber auch der ESC-Beitrag eines osteuropäischen Landes sein.“

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H wie Herbergen: Die 24 Teams haben sich auf ganz Frankreich verteilt. Während Deutschland am Genfer See wohnt, residiert England in Chantilly bei Paris, die Schweiz nahe des Mittelmeers und Spanien in Saint-Martin-de-Ré im Atlantik.

I

I wie Insel: England, Irland, Nordirland und Wales haben sich qualifiziert, das gab es noch nie. Nur Schottland muss zuschauen.

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J wie Jersey: Der Kampf der Ausrüster um das Trikot ist eng wie nie. Primus ist adidas mit neun EM-Teams vor Nike (6) und Puma (5).

K

K wie Karten: Tickets kosten zwischen 25 und 895 Euro. Die Verbände der beiden spielenden Teams erhalten je 16 Prozent des Kontingents, „kommerzielle Partner“ zwölf, die „Fußball-Familie“ drei.

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L wie Lyrik: Auf den Teambussen prangen wie immer hübsche Sprüche. Von „Wir meistern das“ bei der DFB-Elf bis „Die Drachen sollen sich erheben“ bei Wales.

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M wie Modus: Da 24 Teams dabei sind, gibt es erstmals ein Achtelfinale. „Die Turniere werden etwas verwässert“, sagt nicht nur Oliver Bieroff über die „Bläh-EM“.

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N wie Nationalhymnen: Nur die spanische hat keinen Text, die von Island den wohl pathetischsten: „Tausend Jahre, ein Blümchen der Ewigkeit mit zitternden Tränen, das zu seinem Gott betet und stirbt.“

O

O wie Ohne Holland: Es stimmt wirklich, die Niederlande sind nicht dabei. Zuletzt gab es das 1984 – ebenfalls in Frankreich.

P

P wie Platini: Der EM-Rekordtorschütze steht bei seiner Heim-EM im Abseits. Immerhin: Tickets kaufen wie jeder „normale“ Fan darf der zurückgetretene UEFA-Chef.

Q

Q wie Qualifikation: Ohne Punktverlust blieb nur England, ohne jeden Punktgewinn einzig Andorra und Gibraltar.

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R wie Rekorde: Aus der Rubrik „unnützes Wissen“: Portugal ist die einzige Mannschaft, die immer die Gruppenphase überstand.

S

S wie Silver Goal: Wurde nur einmal bei einem großen Turnier erzielt: Im EM-Halbfinale 2004 gewann Griechenland gegen Tschechien durch den Treffer von Traianos Dellas nach 105 statt 120 Minuten.

T

T wie Titelprämie: Die deutschen Spieler erhalten im Fall des EM-Triumphs jeweils 300.000 Euro vom DFB. Bei den Belgiern klingelt die Kasse angeblich am lautesten: 704.000 Euro sollen pro Spieler fällig werden.

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U wie Unterhose: In Frankreich kommt erstmals die Regel zum Einsatz, dass die Unterhose die Farbe der Spielhose haben muss - vor allem lange Unterhosen. Gut, dass Arjen Robben nicht dabei ist (siehe O).

V

V wie Super Victor: Das offizielle EM-Maskottchen trägt einen Zauberumhang und magische Schuhe. Und heißt dummerweise genau wie ein vibrierendes Spielzeug für Erwachsene.

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W wie WAGs: Die "Wives and girlfriends" (Frauen und Freundinnen) der Spieler werden auch in Frankreich zum Blickfang. Mit dabei: Cathy Hummels, Anna Lewandowska, Rebecca Vardy oder Coleen Rooney.

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X wie Xhaka-Duell: Die Losfee wollte es so: Der Schweizer Granit Xhaka (23) und sein für Albanien spielender Bruder Taulant (25) treffen schon in der Vorrunde aufeinander.

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Y wie Youngster: Drei 18-Jährige sind in Frankreich dabei: Marcus Rashord (England), der künftige Bayern-Profi Renato Sanches (Portugal) und Emre Mor (Türkei).

Z

Z wie Zeitverschwendung: 1960 und 1964 nahm Deutschland nicht teil. Grund: Sepp Herberger sah das Turnier als „Zeitverschwendung“ an.

Nach der Einheit schrieben die Nationalspieler noch schnell ein paar Autogramme und schossen Bälle ins Publikum. Vor dem Start der rund einstündigen Einheit hatten erst einmal die Gastgeber den DFB beschenkt. Bürgermeister Marc Francina begrüßte den deutschen Verbandspräsidenten Reinhard Grindel mit einem in schwarz-rot-gold gehaltenen Blumenstrauß und verriet, dass er sich am liebsten Deutschland und Frankreich im EM-Finale wünsche. „Wenn das ein guter Start ins Turnier wird, kann es ein langer Weg werden“, sagte Gast Grindel und schwärmte in der Abendsonne am Südufer des Lac Léman. „Es ist wunderschön hier. Wir finden ideale Bedingungen vor.“

Der 8000-Seelen-Ort Évian-les-Bains auf der französischen Seite des Genfer Sees, bekannt durch das weltbekannte Evian-Mineralwasser, hat sich für das Löw-Ensemble rausgeputzt. Beim Training wurden alle Stars einzeln am Mikro vorgestellt, den meisten Beifall von den jungen Fans mit DFB-Deutschlandfähnchen erhielt Thomas Müller.

Nach zwei freien Tagen im Anschluss an das 2:0 bei der Europameisterschaftsgeneralprobe gegen Ungarn konnte Löw, der wie seine Auswahlspieler ein T-Shirt mit der Aufschrift „#FussballVerbindet #FootEnsemble“ trug, die Vorbereitung auf den EM-Ernstfall am Sonntag gegen die Ukraine vorantreiben. Für das erste Tor im Trainingsspiel sorgte Müller - zum Jubel der jungen Fans.

Von

dpa

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