Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.06.2016

11:41 Uhr

Kampf der EM-Ausrüster

Adidas führt, Puma hechelt, Nike lächelt

VonJoachim Hofer

Die Vorrunde ist vorüber und acht Teams fahren nach Hause. Sponsor Adidas verliert drei Mannschaften, ist in Frankreich dennoch weiterhin stärker vertreten als alle Konkurrenten. Warum Nike trotzdem mehr Glück hatte.

Bei der EM duellieren sich auch die Sportausrüster: Die erste Runde geht an die Marke mit den drei Streifen. dpa

Die EM als Laufsteg

Bei der EM duellieren sich auch die Sportausrüster: Die erste Runde geht an die Marke mit den drei Streifen.

MünchenWer gegen wen? Bis zur letzten Sekunde war am Mittwochabend offen, wer das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft erreichen würde. Die Fans haben gezittert, die Manager der großen Sportkonzerne den von ihnen gesponserten Mannschaften die Daumen gedrückt.

Nun aber ist klar: Adidas bleibt die führende Marke auf dem Platz. Sechs der neun Teams der Marke mit den drei Streifen haben die Vorrunde überstanden. Das heißt allerdings auch: Ein Drittel der von Adidas ausgerüsteten Länder muss nach Hause fahren.

Die Verantwortlichen von Weltmarktführer Nike hatten da mehr Glück. Mit der Türkei ist nur eines der ursprünglich sechs Teams ausgeschieden. Bei Puma hingegen verabschieden sich zwei von fünf Verbänden, Tschechien und Österreich.

Die Ausrüster bei der Fußball-EM 2016

Ausrüster

Punktsieg für adidas, Niederlage für Nike, Spott für Puma: Nach dem erfolgreichen Wettbieten um die Weltmeister geht die erste Runde im Ausrüsterkampf bei der EURO in Frankreich klar an den Platzhirschen.

Rangliste

Die großen Drei haben mit Abstand die meisten Teams unter Vertrag. Insgesamt sind bei der EM sieben Ausrüster vertreten. Die Rangliste:

Platz 4

Errea (1): Island
Joma (1): Rumänien
Macron (1): Albanien
Umbro (1): Irland

Platz 3

Puma (5): Italien, Österreich, Schweiz, Tschechien, Slowakei

Platz 2

Nike (6): Frankreich, England, Portugal, Türkei, Kroatien, Polen

Platz 1

adidas (9): Deutschland, Spanien, Belgien, Schweden, Russland, Wales, Ukraine, Nordirland, Ungarn

Für die Ausrüster ist es wichtig, dass die von ihnen gesponserten Teams weiterkommen. Die Trikots verkaufen sich nur, solange die Mannschaften im Turnier dabei sind. Hinterher landen die Leibchen meist schnell in der Wühlkiste. Adidas beispielsweise hat angekündigt, dieses Jahr 1,3 Millionen Jerseys der deutschen Nationalmannschaft abzusetzen, 300.000 mehr als zur letzten EM vor vier Jahren. Bei einem Aus in der Vorrunde wäre das nur mit kräftigen Preisnachlässen der Händler gegangen.

Mit Deutschland und Spanien hat der Dax-Konzern zwei der Favoriten unter Vertrag. Nike hofft vor allem auf Gastgeber Frankreich, Puma auf Italien. Auch zwei international nahezu unbekannte Sportfirmen sind weiter auf dem Rasen in Frankreich vertreten: Umbro als Ausrüster von Irland und Errea mit Island.

Allerdings zählen nicht alleine die Teams. Für die Sportkonzerne sind die von ihnen gesponserten Stars sogar noch wichtiger. Bei den Trikots haben die Spieler keine Wahl, bei den Schuhen dagegen schon. Und so tragen die Kicker ganz unterschiedliche Modelle, mit denen die Marken während der EM werben. „Der Fokus liegt ganz klar auf dem Schuh-Bereich“, betont Markus Baumann, Fußball-Chef von Adidas. „Denn mit den Schuhen können sich die Kunden selbst verwirklichen.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×