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25.06.2016

19:56 Uhr

Zweiter „Battle of Britain“ bei der EM

Wales gewinnt durch Eigentor von Nordirland

Das Spektakel findet eher auf den Rängen statt, fast schon bezeichnend wird das britische Bruderduell durch ein Eigentor entschieden. Am Ende jubelt Wales, das Team um Superstar Gareth Bale steht im Viertelfinale.

Die erste Torchance ging auf das Konto der Nordiren, doch Wales setzte sich am Ende durch. dpa

Wales-Star Gareth Bale

Die erste Torchance ging auf das Konto der Nordiren, doch Wales setzte sich am Ende durch.

ParisEin Eigentor von Gareth McAuley hat den zähen „Battle of Britain II“ entschieden und Wales gleich bei der ersten EM-Teilnahme den Sprung ins Viertelfinale beschert. Der nordirische Verteidiger beförderte am Samstag nach einer Flanke von Superstar Gareth Bale in einem niveauarmen Bruderduell den Ball zum entscheidenden 0:1 (0:0) über die eigene Torlinie. Damit trifft Wales am Freitag (21.00 Uhr) in Lille auf den Sieger der Partie zwischen Ungarn und Belgien. Die Nordiren dürften aber trotz ihres Ausscheidens die erste EM-Teilnahme ebenfalls in guter Erinnerung behalten, insbesondere durch ihre verrückten Fans hatte sich die „Green and White Army“ viele Freunde in Frankreich gemacht.

Vor 48.000 Zuschauern im Pariser Prinzenparkstadion war es fast schon bezeichnend, dass ein Eigentor die Partie in der 75. Minute entschied. Ausgerechnet McAuley unterlief dabei das Missgeschick. Der 36 Jahre alte Abwehrhüne war im zweiten Gruppenspiel noch gefeierter Held, als er das erste nordirische Tor beim 2:0 gegen die Ukraine erzielt hatte.

Die große EM-Rechnerei: Wer sind die vier besten Gruppendritten?

Durch den 2:0-Sieg der Türkei...

...hat auch der deutsche Gruppengegner Nordirland das Ticket für das EM-Achtelfinale sicher. Die Briten gehören definitiv zu den vier besten Gruppendritten.

Die Türkei...

...schob sich auf Platz drei und muss wie Albanien noch auf die Resultate am Mittwoch in den Gruppen E und F warten, um zu wissen, ob es für den Einzug in die K.o.-Phase reicht.

Die Slowakei...

...steht als derzeit bester Gruppendritter ebenfalls im Achtelfinale und ist dort deutscher Gruppengegner, sofern mindestens einer der Dritten aus den Gruppen E oder F noch den Sprung unter die Top vier schafft.

Gelingt dies...

...keinem von beiden, spielt Deutschland gegen Albanien.

Das Tableau der momentanen Gruppendritten: Platz 4

Albanien (Gruppe A) 3 Spiele, 3 Punkte, 1:3 Tore

Das Tableau der momentanen Gruppendritten: Platz 3

Türkei (Gruppe D) 3 Spiele, 3 Punkte, 2:4 Tore

Das Tableau der momentanen Gruppendritten: Platz 2

Nordirland (Gruppe C) 3 Spiele, 3 Punkte, 2:2 Tore*

Das Tableau der momentanen Gruppendritten: Platz 1

Slowakei (Gruppe B) 3 Spiele, 4 Punkte, 3:3 Tore*

„Sie sind unser Gegner, spielen in andersfarbigen Trikots. Woher die kommen, ist irrelevant“, hatte Wales-Trainer Chris Coleman mit deutlichen Worten den „Battle“ angeheizt. Auf dem Rasen entwickelte sich das Spiel dagegen eher zu einem lauschigen Sommerkick. Wenige Torraumszenen, kaum packende Zweikämpfe - das größere Spektakel spielte sich auf den Rängen ab, wo die stimmgewaltigen Fangruppen aus beiden Lagern erneut zur Höchstform aufliefen – mit Vorteilen für die nordirischen Anhänger.

Auf dem Rasen waren es eher die Waliser, die von zwei technisch schwachen Mannschaften noch über die reifere und strukturiertere Spielanlage verfügten. Allerdings fehlte es gegen die dicht formierte Deckung der Nordiren an Ideen und Durchschlagskraft, dazu wurde Wales-Superstar Bale per Sonderbewachung gut aus dem Spiel genommen.

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