Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.06.2012

11:58 Uhr

Euro-Orakel-Gipfel

„Wir machen keine Gefälligkeitsprognosen“

VonTina Halberschmidt , Ralf Drescher

Im weltweit ersten EM-Orakel-Doppel-Interview erklären Handelsblatt-Online-Heuschrecke Kassandra und WSJ-Mops Joyce, was ein gutes Orakel ausmacht und wieso Deutschland gegen Griechenland verlieren kann.

Joyce und Kassandra - die beiden EM-Orakel von WSJ und Handelsblatt Online.

Joyce und Kassandra - die beiden EM-Orakel von WSJ und Handelsblatt Online.

Die Damen, die Vorrunde ist vorbei. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?
Kassandra: Zunächst einmal finde ich es toll, dass meine außerordentlichen Orakel-Qualitäten endlich entdeckt wurden. Stellen Sie sich mal vor – normalerweise wäre ich jetzt schon längst im Magen eines Reptils. Oder längst verdaut. Dabei kann ich viel mehr – und das habe ich in der Vorrunde glorreich bewiesen.
Joyce: Es war stressig, das kann man nicht anders sagen. Der Zuschauer stellt es sich immer so leicht vor, Spiele richtig zu orakeln. Aber in Wahrheit ist das richtig harte Arbeit. Ich muss mir stundenlang Sportsendungen anschauen, die Spiele analysieren und darf dabei nicht auf die Pseudo-Intellektuellen der öffentlich-rechtlichen Sender reinfallen. Unter dem Strich habe ich aber jede Menge Spaß gehabt und bin glücklich über meine makellose Bilanz.

War es auch körperlich anstrengend?
Joyce: Ich weiß, worauf Sie anspielen… Ehrlich gesagt, ist es schon etwas schmerzlich, immer aufs Äußere reduziert zu werden, vor allem, wenn man überzeugende Leistungen bietet. Außerdem muss der ganze Fußball-Sachverstand schließlich irgendwo hin! Aber um es klar zu sagen: Ich bin topfit und bereit für die weiteren Aufgaben.
Kassandra: Ich kann meiner Kollegin da nur zustimmen. Es ist schlimm, stigmatisiert zu werden. Wir Heuschrecken leiden noch heute unter den bodenlosen Attacken von Herrn Müntefering. Dabei zählen doch die inneren Werte!

Ja, apropos innere Werte… Wie kommen Sie zu Ihren Entscheidungen?
Kassandra: Intuition spielt dabei eine große Rolle. In dem Moment, in dem ich die beiden unterschiedlichen Fähnchen sehe, zuckt es in meinen Hinterbeinen – dann ist es eigentlich schon klar, für welches Team ich mich entscheide.
Joyce: Natürlich ist Intuition wichtig. Aber ohne tiefgreifendes Fußballwissen kann man diesen Job nicht machen. Mit meinen Besitzern bin ich schon Wochen vor der EM sämtliche Mannschafts- und Spielerstatistiken durchgegangen. Das und eine hohe natürliche Intelligenz sind die Grundvoraussetzungen für ein gutes Orakel.

Wer hat Sie bei der EM bisher besonders beeindruckt?
Joyce: Joe Hart. Für einen englischen Torwart hat er erstaunlich selten daneben gegriffen… Aber im Ernst: Ganz gut gefallen hat mir Italien. Die hatte ich deutlich schlechter erwartet. Wirklich beeindruckend fand ich allerdings bisher keine Mannschaft
Kassandra: Ich mag Hummel. Wir stehen uns natürlich biologisch schon sehr nahe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×