Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.06.2014

21:59 Uhr

Fifa-Ethikkommission

Beckenbauer als einziger ohne Aussage

Die Fifa will von einer Ungleichbehandlung Franz Beckenbauers nichts wissen: Als einziger Funktionär habe der „Kaiser“ die Fragen der Ethikkommission zur Vergabe der Fußball-WMs 2018 und 2022 nicht beantwortet.

Hat sich der „Kaiser“ korrekt verhalten? Franz Beckenbauer bleibt im Visier der Fifa. dpa

Hat sich der „Kaiser“ korrekt verhalten? Franz Beckenbauer bleibt im Visier der Fifa.

Rio de JaneiroDie FIFA hat eine Ungleichbehandlung von Franz Beckenbauer im Vergleich zu führenden Mitgliedern ihres Exekutivkomitees entschieden zurückgewiesen und entsprechende Medienberichte als Lüge bezeichnet. „Alle Personen, die vom Vorsitzenden der untersuchenden Kammer der unabhängigen Ethikkommission angefragt wurden, auch die namentlich erwähnten Exekutivmitglieder, haben mit Michael (Garcia) kooperiert und, im Gegensatz zu Franz Beckenbauer, dessen Fragen beantwortet“, teilte der Fußball-Weltverband am Dienstag auf dpa-Anfrage mit.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die FIFA-Funktionäre Julio Grondona und Angel Maria Llona ihre Aussage im Zuge der Ermittlungen zu den WM-Vergaben 2018 und 2022 an Russland und Katar ebenfalls verweigert hätten, im Gegensatz zu Beckenbauer aber von der FIFA-Ethikkommission nicht mit einer provisorischen Sperre von 90 Tagen belegt worden seien. Die Funktionäre aus Argentinien und Spanien gelten als enge Vertraute von FIFA-Chef Joseph Blatter.

Deutsche Fußball-Alphatiere: Sturm der Macht und Eitelkeiten

Deutsche Fußball-Alphatiere

Sturm der Macht und Eitelkeiten

Was ist mit den deutschen Fußball-Funktionären los? Die DFB-Spitze reagiert mit nicht gekannter Wucht auf die Sticheleien von Ex-Boss Zwanziger. Und die Lichtgestalt Beckenbauer steht im Fokus von Fifa-Ermittlern.

„Das Ethikreglement gilt für alle Personen, die im Fußball tätig sind, auch für Ehrenpräsidenten von Fußballvereinen“, heißt es in dem FIFA-Statement. Beckenbauer war am Freitag provisorisch gesperrt worden. Der Fußball-Kaiser hat mittlerweile angekündigt, die Fragen der FIFA-Ermittler beantworten zu wollen und hofft auf eine Aufhebung der Sperre, um zur WM nach Brasilien reisen zu können.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×