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17.07.2011

16:16 Uhr

Finale der Frauen-WM

USA und Japan spielen Nachfolger Deutschlands aus

Am Sonntag steigt in Frankfurt das Duell zwischen den USA und Japan um die WM-Krone. Die Amerikaner setzen dabei auf ihren physischen Vorteil. Dass der keiner sein muss, bewies Japan bereits gegen Deutschland.

Die japanische Mannschaft hat noch nie gegen die USA gewonnen. Gegen Deutschland allerdings ebenso wenig - bis zum Viertelfinale. Quelle: dapd

Die japanische Mannschaft hat noch nie gegen die USA gewonnen. Gegen Deutschland allerdings ebenso wenig - bis zum Viertelfinale.

FrankfurtBundeskanzlerin Angela Merkel hätte an ihrem 57. Geburtstag auf der Tribüne nur zu gern dem deutschen Team die Daumen gedrückt, stattdessen kämpfen Japan und die USA um die WM-Krone im Frauenfußball. Wenn im Finale vor 48.817 Zuschauern im ausverkauften Frankfurter Stadion der Nachfolger des gescheiterten Doppel-Weltmeisters und Gastgebers gesucht wird, ist kein klarer Favorit auszumachen. Die Amerikanerinnen wollen nach zwölfjähriger Durststrecke ihren dritten WM-Titel nach 1991 und 1999 holen. Für Nippons Töchter wäre es der erste Triumph auf der Weltbühne.

US-Trainerin Pias Sundhage stimmt ihr Team mit den eigenen Großtaten auf das Endspiel am Sonntag (20.45 Uhr/ARD und Eurosport) ein. „Ich werde den Spielerinnen vorher Videos zeigen mit allen Toren, die sie hier geschossen haben“, sagte die 51 Jahre alte Schwedin vor dem Abschlusstraining am Samstag.

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In einer umkämpften Partie behielten die Schwedinnen am Ende die Oberhand und holten sich so WM-Bronze. Frankreich erwischte einen schwarzen Tag mit zwei Verletzten. Auch der Aussetzer einer Schwedin brachte kein Glück.

Sie wolle ihrer Mannschaft damit ein „positives Gefühl“ und Selbstvertrauen vermitteln, sagte Sundhage. Ihre Strategie gegen Japan sei auf „Ballbesitz“ und „Teamwork“ ausgerichtet: „Wir können es nur gemeinsam schaffen. Und sie sollen den Moment genießen“, gab Sundhage ihren Spielerinnen auf den Weg. „Wenn wir gewinnen, werden sie den glücklichsten Menschen des Planeten sehen“, betonte die 31 Jahre alte US-Starstürmerin Abby Wambach. Sie freut sich wie ein kleines Kind auf die große Chance auf ihren ersten WM-Coup: „Davon haben wir alle geträumt, seit wir kleine Kinder waren.“

Die groß gewachsene und kopfballstarke Wambach könnte der Schlüssel zum Erfolg gegen die körperlich unterlegenen Japanerinnen sein, die in 25 Länderspielen noch keinen einzigen Sieg gegen die USA verbuchen konnten. „Aber sie sind jetzt viel besser als im Mai, als wir zweimal gegen sie gewonnen haben. Japan steht zurecht im Finale“, warnte Sundhage. „Wenn wir gute Flanken in den Strafraum schlagen, haben wir eine gute Chance zu gewinnen.“

Der Dynamik und physischen Kraft der US-Girls wollen die kleinen und flinken Japanerinnen ihre hohe Laufbereitschaft und kollektive Ballkunst entgegensetzen. Angeführt von der überragenden Spielmacherin Homare Sawa wollen sie ihrem durch Tsunami, Erdbeben und Atomkatastrophe gebeutelten Land den WM-Titel schenken.

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