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30.06.2011

20:49 Uhr

Frauen-WM

Laudehr schießt DFB-Frauen ins Viertelfinale

VonPatrick Kleinmann

Die DFB-Elf steht nach ihrem Erfolg über Nigeria vorzeitig in der Runde der letzten Acht. Doch fußballerisch ließen die deutschen Frauen viele Wünsche offen. Zudem wurde die Freude durch einen Ausfall getrübt.

Deutschland im Viertelfinale

Video: Deutschland im Viertelfinale

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FrankfurtIn etwa so hat sich Deutschlands Torfrau Nadine Angerer ihr Jubiläum vermutlich vorgestellt. Knappe 60 Kilometer entfernt von Spielort in Frankfurt wurde die 32-Jährige geboren, beim heimischen FFC spielt sie seit zwei Jahren – die 100. Partie im Torwarttrikot der Nationalmannschaft war vor 48.817 Zuschauern ein echtes Heimspiel, der 1:0 (0:0)-Sieg gegen Nigeria das I-Tüpfelchen.

Fast hätte Angerer beim Jubiläum schon früh einen Grund zum Jubeln gehabt. Bereits in der zweiten Minute spitzelte Simone Laudehr einen Pass von Birgit Prinz aus kurzer Distanz noch auf das nigerianische Tor, allerdings genau in die Arme von Torfrau Precious Dede.

Jubiläum im DFB-Tor: „Natze“ Angerer macht die 100 voll

Jubiläum im DFB-Tor

„Natze“ Angerer macht die 100 voll

Als 17-Jährige machte Nadine Angerer 1996 ihr erstes Länderspiel. Gegen Nigeria steht nun Nummer 100 an. Die Keeperin selbst sieht ihr Jubiläum gelassen - und offenbart überraschende Pläne für die Zeit nach der Karriere.

Ein Auftakt, der zunächst die Richtung vorgab: Deutschland drückte wie schon im Auftaktspiel gegen Kanada auf das frühe Tor, Nigeria versuchte ein konsequentes Pressing auf die ballführenden Verteidiger auszuüben und setzte dem leichtfüßigen Spiel der Neid-Elf eine etwas aggressivere Gangweise entgegen. Beides vermutlich vom Technischen Berater, dem Deutschen Thomas Obliers, verordnet.

Zumindest gelang es den Afrikanerinnen damit, den zweiten deutschen Torschuss bis in die 14. Minute zu verschieben, der Distanzversuch von Kim Kulig war leichte Beute für Dede. Danach gelang der DFB-Elf lange nicht mehr viel. Gute Ansätze endeten in Fehlpässen, häufig fehlte das Auge für die freie Mitspielerin.

Kommentare (3)

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Wolfgang

01.07.2011, 07:19 Uhr

Wenn sich die deutschen Damen nicht gewaltig steigern, können sie den Traum von einer 3. Weltmeisterschaft ganz schnell vergessen.

Schiri-Beobachter

01.07.2011, 08:52 Uhr

Mich würde mal interessieren, was die Schiedsrichterin vor dem Spiel geraucht hat... Sie hat die ganze Zeit vor sich hin gegrinst, aber vom Spiel offensichtlich nicht viel mitbekommen.

jodania

01.07.2011, 12:01 Uhr

Die bisherigen Spiele der deutschen Frauen - Elf zeichneten sich besonders durch die attraktive Strategie und Ballbeherrschung der Damen aus. Sie machte in der vorher macho-bestimmten Fußballwelt selbst frühere Ignoranten zu staunenden Bewunderern der Mädels. Das Gemetzel gegen Nigeria war im Gegensatz dazu kein faires, beachtenswertes Spiel, sondern eine unsägliche Kette von Angriffen auf die Gesundheit der deutschen Teilnehmer. Wer so mit seinen Gegenspielerinnen umgeht, hat eigentlich alle Ansprüche auf eine Teilnahme an einem solchen Wettbewerb verloren. Hier wurde gebolzt, was Arme, Beine und Körper hergaben, skrupellos und rücksichtslos gegenüber der Unversehrheit der "Gegnerinnen". Und das absichtlich und vorsätzlich. Eine solche Mannschaft, trauriger Weise auch noch vorbereitet durch einen deutschen Ex-Trainer, zerstört jeden Wettberwerb, weil sie es, da spielerisch nicht in der Lage, nur darauf angelegt hat, einen ausssichtsreichen Konkurrenten ins Lazarett zu bringen. Wenn dann auch noch das Schiedsrichtergespann völlig unfähig und willkürlich in ihren Entscheidungen dem zerstörerischen Treiben freien Lauf läßt, ist das Ergebnis ein Tiefschlag gegen den Fussballsport. Warum erlauben es die FIFA - Regeln dem immer anwesenden FIFA - Beobachter nicht, einer solchen miserablen und "blinden" Schiedsrichterin die Leitung der Partie zu entziehen und sie von internationalen Wettbewerbern dauerhaft zu verbannen? Und das sofort vor Ort, vor den versammelten zig Tausenden Zuschauern. Der Lerneffekt auf die Schiedsrichter wäre phänomenal!! Die Bereitstellung eines weiteren Schiedsrichtergespanns wäre eher zu verschmerzen als den Imageschaden durch eine derartige unfähige und parteiische Spielleitung.

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