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07.07.2011

00:22 Uhr

Frauenfußball-WM

Doping-Skandal im Team von Nordkorea

Die Frauenfußball-WM in Deutschland hat einen handfesten Doping-Skandal. Gleich zwei Spielerinnen aus Nordkorea sind positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Und es könnte noch schlimmer kommen: Jetzt steht das ganze Team unter Generalverdacht.

Das Team von Nordkorea vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen Schweden: Song Jong Sun (Nummer 5, obere Reihe, 2. von rechts) und Jong Pok Sim (Nummer 16, untere Reihe ganz links) wurden in der A-Probe positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Quelle: dapd

Das Team von Nordkorea vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen Schweden: Song Jong Sun (Nummer 5, obere Reihe, 2. von rechts) und Jong Pok Sim (Nummer 16, untere Reihe ganz links) wurden in der A-Probe positiv auf eine verbotene Substanz getestet.

BochumSong Jong Sun und Jong Pok Sim sind positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Bei beiden Spielerinnen wurde in der A-Probe eine verbotene Substanz der „Gruppe S1B“ festgestellt. Sie wurden kurzfristig aus der Aufstellung für die Begegnung in Bochum gegen Kolumbien (0:0) gestrichen.

Daraufhin war nach dem letzten Spiel der Nordkoreanerinnen bei der WM eine zielgerichtete Fahndung veranlasst worden: Nach dem Spiel wurde die komplette Mannschaft des Vizemeisters aus Asien von den Fifa-Verantwortlichen zur Dopingkontrolle geführt. „Das ist ein einmaliger Vorgang bei Weltmeisterschaften. Aber wenn es zwei positive Proben in einer Mannschaft gibt, schreiben die Regularien dieses Prozedere vor“, sagte Dr. Jiri Dvorak, der Chefmediziner des Weltverbandes.

Die beiden betroffenen Spielerinnen waren nach den ersten beiden Spielen gegen die USA und Schweden getestet worden. Die Proben wurden im Wada-Labor in Kreischa untersucht und anschließend an das Istitut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln unter Leitung von Professor Dr. Wilhelm Schänzer weitergereicht, „um eine zweite Meinung einzuholen“, sagte Dvorak: „Heute ist ein sehr trauriger Tag."

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Schänzer erklärte am Morgen auf SID-Anfrage, er sei "nicht berechtigt, nähere Auskünfte zu erteilen". Der Fall ist sportlich ohne Bedeutung, weil Kolumbien und Nordkorea schon vor dem letzten Gruppenspiel keine Chance mehr auf das Viertelfinale hatten.

Es war der zweite Dopingfall im Zusammenhang mit der WM-Endrunde. Die kolumbianische Nationaltorhüterin Yineth Varon war nach einer am 25. Juni in Leverkusen durchgeführten A-Probe, die ein positives Ergebnis erbrachte, früh abgereist. Laut Auskunft des kolumbianischen Verbandes FCF hatte die Spielerin dem Teamarzt eine Hormonbehandlung verschwiegen.

Die Fifa reagierte mit einer provisorischen Sperre, der Verband hat die Öffnung der B-Probe beantragt.

Kommentare (1)

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Alberto

07.07.2011, 16:43 Uhr

Ich weiss gar nicht was dieses Gehässige unterstellen soll. Die hatten nur Rindfleisch aus Spanien. Und wenn die das sogar ihren Radfahrern gestatten, was soll daran übel sein?

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