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14.02.2011

12:46 Uhr

Frontzeck-Nachfolger

Favre leitet Gladbacher Himmelfahrtskommando

Sieben Zähler Abstand zum Relegationsplatz – wer als Trainer Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach übernimmt, leitet ein Himmelfahrtskommando. Der ehemalige Coach von Hertha BSC Berlin, Lucien Favre, traut sich.

MönchengladbachLucien Favre soll das Wunder von Mönchengladbach schaffen und den fünfmaligen deutschen Meister vor dem dritten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte bewahren. Der 53-jährige Schweizer tritt beim Tabellenschlusslicht die Nachfolge des am Sonntag entlassenen Michael Frontzeck an und wurde am Montagnachmittag bei einer Pressekonferenz im Borussia-Park offiziell vorgestellt. Über Vertragsdetails machte der Klub zunächst keine Angaben.

Der als Freund des Offensivfußballs bekannte Favre, der am Dienstag das erste Training leiten wird, kehrt nach seiner Entlassung bei Hertha BSC Berlin im September 2009 in die Bundesliga zurück und gibt sein Debüt auf der Gladbacher Trainerbank im Heimspiel am Sonntag gegen Vizemeister Schalke 04.

Angesichts des Rückstandes von sieben Punkten auf Relegationsplatz 16 und der Heimschwäche der Borussia wartet auf Favre eine fast unlösbare Aufgabe. Die Gladbacher sind seit April 2010 ohne Erfolg im heimischen Stadion.

Trotz des enttäuschenden Saisonverlaufs hatten die Gladbacher Verantwortlichen lange an Frontzeck festgehalten. In der Winterpause hatten sie das Team noch einmal mit vier Neuzugängen verstärkt. Auswärtssiege beim 1. FC Nürnberg und bei Eintracht Frankfurt (je 1:0) weckten auch Hoffnungen auf den Klassenerhalt, doch nach den Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten VfB Stuttgart (2:3) und FC St. Pauli (1:3) sah sich die Vereinsspitze zum Handeln gezwungen. „Wir mussten die Situation neu überdenken“, sagte Sportdirektor Max Eberl, während Vizepräsident Rainer Bonhof anfügte: „Wir hätten uns alle sehr gewünscht, die gesteckten Ziele gemeinsam mit Michael Frontzeck zu erreichen. Nach den jüngsten Ergebnissen haben wir uns aber entschieden, den Trainer zu wechseln.“

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