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27.06.2014

10:17 Uhr

Fußball-Tippspiel

Wie Goldman Sachs mich blamierte

VonMartin Dowideit

Mit Hilfe einer aufwendigen Datenanalyse wollten Volkswirte der Investmentbank Goldman Sachs die Fußball-Weltmeisterschaft vorhersagen. Für das Firmentippspiel übernahm ich die Tipps und muss eine Niederlage einstecken.

Große Stars müssen leiden bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft – hier: Cristiano Ronaldo. AFP

Große Stars müssen leiden bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft – hier: Cristiano Ronaldo.

Aus dem Bauch heraus, gestützt von nicht sehr ausgeprägter Fußball-Begeisterung: So gehe ich Tippspiele in der Regel an. Bei Europa- und Weltmeisterschaften bin ich im Freundeskreis und auch in der Firma dabei.

Hier und da reichte es in der Vergangenheit, um unter die Top-3 zu kommen. Doch bei dieser WM dachte ich, vertraue ich auf die neue Geheimwaffe der Finanz- und IT-Industrie: Big-Data-Analyse.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.

Die Investmentbank Goldman Sachs hatte eine solche datenbasierte Prognose frei Haus geliefert (hier das PDF). Deren legendärer ehemaliger Volkswirt Jim O'Neill hatte die Bank mit seiner Fußballleidenschaft einst überzeugt, zur Weltmeisterschaft Analysen zu veröffentlichen. Den Ball aufgegriffen hat in diesem Jahr der deutsche Chefvolkswirt des Wall-Street-Hauses, Jan Hatzius.

Tipps aus deutscher Hand also, auf Basis einer Analyse von etwa 14.000 Länderspielen von einer der schlausten Banken der Welt – das versprach Erfolg.

Als ich die Tipps dann in das Spielformular eintrug, kam mir das merkwürdig vor: Eine Flut an 1:1-Tipps gab Goldman Sachs vor (alle Tipps auf Seite 3 dieses Artikels). Einzig Brasilien und Argentinien sollten dem Modell zufolge in den Genuss kommen, mehr als zwei Tore in einem Spiel schießen zu dürfen. Doch das Bauchgefühl schaltete ich ab und gab mich der Macht der Daten hin.

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