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03.05.2014

17:30 Uhr

0:2 gegen Hannover 96

Nürnberg kann nur noch ein Wunder helfen

Quelle:SID

Keine Spur von Erstliga-Tauglichkeit: Der 1. FC Nürnberg trudelt nach einem 0:2 gegen Hannover 96 dem Abstieg entgegen. Das Bemühen war da. Doch es mangelte vor allem an zwei wichtigen Eigenschaften.

Hannovers Spieler jubeln in Nürnberg und vergrößern die Abstiegssorgen des Club. SID

Hannovers Spieler jubeln in Nürnberg und vergrößern die Abstiegssorgen des Club.

NürnbergDen 1. FC Nürnberg kann nur noch ein Wunder vor dem achten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. Nach dem 0:2 (0:1) gegen Hannover 96 braucht der Club nun am abschließenden Spieltag bei Schalke 04 einen Sieg, um sich wenigstens noch auf den Relegationsplatz zu retten. Zugleich muss der neunmalige deutsche Meister aber darauf hoffen, dass der Hamburger SV (in Mainz) sein letztes Spiel nicht gewinnt. 

Hannover hatte nicht nur bei den Treffern von Szabolcs Huszti (5.) und Marcel Schmiedebach (51.) leichtes Spiel – der Club blieb den Nachweis der Erstliga-Tauglichkeit auch im vorerst letzten Heimspiel der Saison schuldig. Die Franken verloren zum sechsten Mal nacheinander und zum zehnten Mal in den vergangenen elf Spielen. Das Bemühen um den Ausgleich und später den Anschlusstreffer war erkennbar, allerdings fehlten unter anderem geistige und körperliche Frische sowie ein durchdachtes Konzept, um den dringend benötigten Sieg zu holen. 

Der Club wirkte vor 46.014 Zuschauern von Beginn an völlig verunsichert, so, als glaube er selbst nicht mehr an eine Rettung. Und so war es keine Überraschung dass er bereits nach nicht einmal fünf Minuten zurücklag. Mike Frantz verlor im Mittelfeld den Ball an Huszti, der passte auf Artjoms Rudnevs, lief mit und bekam den Ball mustergültig zum Führungstreffer für die zunächst souveränen, später aber zunehmend durchaus verwundbar wirkenden Gäste aufgelegt.

Die Schockstarre dauerte fünf Minuten, dann hatte Adam Hlousek den Ausgleich auf dem Fuß – Ron-Robert Zieler verhinderte ihn mit einer Glanzparade (9.). Es blieb ein Strohfeuer: Der Club leistete sich fast bei jedem Angriffsversuch einen Ballverlust, beinahe jede Aktion wirkte hilflos bis verzweifelt. Hannover wurde kaum einmal ernsthaft gefordert und startete immer wieder gefährliche Konterangriffe - einer führte zum zweiten Treffer durch Schmiedebach, der Torhüter Raphael Schäfer eiskalt ausspielte.

Chancen für Nürnberg? Ein Schuss aus spitzem Winkel des sehr bemühten Josip Drmic strich knapp am langen Pfosten vorbei (28.); ein Schussversuch von Drmic im Strafraum - kurz vor dem zweiten Gegentreffer abgeblockt von Christopher Avevor (50.). Ansonsten jedoch hinterließ der Club nicht den Eindruck, als sei er zumindest von der Überzeugung getrieben, einen Treffer erzielen zu können. Versuche, sich dem Strafraum spielerisch zu nähern, blieben weitgehend erfolglos, lange Bälle auf die Angreifer Drmic und Tomas Pekhart flogen regelmäßig ins Nichts.

Für den Club wäre es der erste Abstieg seit 2008, damals mussten die Franken als Pokalsieger in die 2. Liga, stiegen aber umgehend über die Relegation wieder auf. Beim Versuch, zumindest die Relegation zu erreichen, werden den Nürnbergern am letzten Spieltag gleich drei Abwehrspieler fehlen: Marvin Plattenhardt, Javier Pinola und Timothy Chandler sind dann gelb-gesperrt.

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