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30.11.2014

18:15 Uhr

1:0 gegen Gladbach

Wölfe gewinnen dank Knoche Verfolgerduell

Nach der dritten Bundesliga-Niederlage in Serie ist Mönchengladbach erst einmal weg vom Fenster. Die Fohlen verloren in Wolfsburg mit 0:1. Damit bleibt das Team von Dieter Hecking erster Bayern-Jäger.

Wolfsburg Robin Knoche lässt sich für seinen Treffer zum 1:0-Endstand gegen Borussia Mönchengladbach feiern. ap

Wolfsburg Robin Knoche lässt sich für seinen Treffer zum 1:0-Endstand gegen Borussia Mönchengladbach feiern.

WolfsburgDer VfL Wolfsburg bleibt erster Verfolger von Bayern München und hat Borussia Mönchengladbach endgültig in die Krise geschossen. Das Team von Trainer Lucien Favre verlor das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga am Sonntagabend mit 0:1 (0:1) und damit bereits seine dritte Ligapartie in Serie. Ein Torwartfehler von Yann Sommer begünstigte das Tor des Tages durch Neu-Nationalspieler Robin Knoche (12. Minute), durch das Wolfsburg mit nun 26 Punkten Platz zwei hinter den Bayern festigte.

Der frühere Bayern-Verfolger Gladbach rutschte dagegen vorerst aus den Champions-League-Rängen und ist nach 13 Spieltagen mit 20 Zählern nur noch Fünfter. Gladbach wartet seit nunmehr elf Jahren auf einen Sieg in Wolfsburg - der letzte datiert vom 22. November 2003.

„Die Mannschaft hat heute einen hervorragenden Job gemacht“, lobte VfL-Trainer Dieter Hecking drei Tage nach dem 0:2 gegen den FC Everton in der Europa League. „Dieser Sieg ist nach den zwei Niederlagen zuletzt umso höher zu bewerten. Ich glaube, im Moment macht die Mannschaft sehr, sehr viel richtig.“ Kollege Lucien Favre wollte sein Team nicht kritisieren, bemängelte aber die Chancenverwertung vor der Pause. „Da hatten wir 62 Prozent Ballbesitz. Wir haben gekämpft und alles gegeben“, sagte der Schweizer. „Ein wenig hat heute gefehlt: bei den Torchancen und mit der Geduld. Momentan ist es schwer.“

Abtasten und kein Risiko - von Safety first waren nur die ersten Minuten in der mit 30 000 Zuschauern ausverkauften VW-Arena geprägt. Knoche nutzte gleich die erste und einzige echte Chance der Hecking-Elf vor der Pause: Nach Flanke von Marcel Schäfer missglückte die Faustabwehr von Gladbachs sonst so sicherem Keeper Sommer, der VfL-Abwehrspieler musste nur noch seinen Fuß hinhalten - ein Glückstor aus Nahdistanz. „Das ist wirklich ein bisschen unglücklich gewesen“, gab Sommer zu.

Der 13. Spieltag

SC Freiburg - VfB Stuttgart 1:4

Der VfB Stuttgart und sein neuer/alter Trainer feiern ein perfektes Comeback in der Bundesliga. Das ehemalige Tabellenschlusslicht gewinnt beim SC Freiburg mit 4:1 (1:1) und bereitet seinem Coach eine triumphale Rückkehr auf die Trainerbank. Martin Harnik (31., 76.), Carlos Gruezo (52.) und Timo Werner (68.) schießen einen klaren Sieg heraus, mit dem so lange nicht zu rechnen ist. Aber die bis zur 60. Minute überlegenen Gastgeber, die durch Vladimir Darida zum Ausgleich kommen (42.), leisten sich böse Fehler. Vor allem Mitrovic erwischt einen rabenschwarzen Abend. Nicht nur, dass seine Ballverluste die Gegentore zwei und drei nach sich ziehen, wegen einer Notbremse fliegt der Serbe auch noch mit Rot vom Platz (70.).

FC Schalke 04 - Mainz 05 4:1

S04 gewinnt durch eine gute Chancenverwertung und einen starken Choupo-Moting. Die Tore erzielen Klaas-Jan Huntelaar (9./25./61.) per Hattrick und Tranquillo Barnetta (54.). Mainz hat zwar viele Spielanteile, kommt aber nicht oft gefährlich vor das Tor von Fährmann und lässt sich zu einfach auskontern. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer schießt Shinji Okazaki (44.).

Bayer Leverkusen - 1. FC Köln 5:1

Die Kölner erwischen einen perfekten Start in die Partie. Lehmann trifft in der vierten Minute per Strafstoß zum 1:0. Der Ausgleich in der 26. Minute durch Bellarabi erfolgt unter gütiger Mithilfe von Kölns Schlussmann Timo Horn, der einen Freistoß von Calhanoglu nicht festhalten kann. In der zweiten Halbzeit kommt Leverkusen sehenswert durch Calhanoglu per Freistoß zur Führung (61.). Ein Doppelpack von Drmic (79., 88.) und wieder Bellarabi (90+1.) entscheiden die Partie. Leverkusen gewinnt verdient aber etwas zu hoch mit 5:1.

FC Augsburg - Hamburger SV 3:1

Nach dem Schock zum Halbzeitpfiff durch Rafael van der Vaart (45.) kommen die Gastgeber mit mehr Schwung aus der Kabine. Nach dem frühen Ausgleich durch Halil Altintop (50.) dreht Raul Bobadilla in der 62. Minute das Spiel endgültig. Nach dem umstrittenen Elfmeter von Paul Verhaegh (70.) ist das Spiel praktisch entschieden. Durch die Leistungssteigerung der Gastgeber im zweiten Durchgang geht der Sieg in Ordnung.

Hertha BSC - FC Bayern München 0:1

In der ersten Hälfte dominieren die Münchner das Spiel. Ein Schuss nach dem andere segelt auf das Berliner Tor. In der 27. Minute ist es dann Robben, der einen sehenswerten Schuss links im Kasten versenkt. In Hälfte zwei zeigen die Berliner dann auch gute Szenen. Von Beginn an sind sie offensiver und trauen sich auch mal vor das Tor von Neuer. Eine richtig zwingende Chance ist aber nicht dabei, und so gewinnt der Rekordmeister knapp, aber verdient bei der Hertha.

SV Werder Bremen - SC Paderborn 4:0

Über die gesamten 90 Minuten ist Werder Bremen im Heimspiel gegen Paderborn das bessere Team. Die Bremer sind bissiger in den Zweikämpfen und zielstrebiger in ihren Offensivaktionen. Vor allem bei Standards wissen die Norddeutschen zu gefallen. Zlatko Junuzovic (10.), Davie Selke (48.), Fin Bartels (50.) und Levent Aycicek (80.) sind die Torschützen. Paderborn enttäuscht auf der ganzen Linie.

TSG Hoffenheim - Hannover 96 4:3

In einem Torfestival behält Hoffenheim die Oberhand. Schon in der ersten Halbzeit sind die Schwaben das bessere Team und gehen durch Schwegeler (19.) und Volland (37.) in Führung. Doch 96 gelingt noch vor der Pause der Anschlusstreffer durch Stindl (43.). In Hälfte zwei sind die Niedersachsen dann stärker und gleichen durch Joselu in der 52. Minute aus. Hoffenheim will aber gewinnen und geht durch Polanski (59.) und Süle (63.) wieder in Führung. Zum Schluss machen es die Hannoveraner nochmal spannend als Stindl in der 86. Minute das 4:3 macht. Zum Schluss geht aber 1899 als Sieger vom Platz und das verdient.

VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 1:0

Der VfL Wolfsburg bleibt Bayern-Jäger. Mit 1:0 behalten die Wölfe gegen Borussia Mönchengladbach die Oberhand. Das Tor des Tages erzielt Knoche. Nach Flanke von Schäfer bringt der Verteidiger aus kurzer Distanz die Kugel zum 1:0-Siegtreffer im Tor unter (12.). Gladbach agiert über weite Strecken zu schwach, um wenigstens einen Punkt zu entführen

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:0

Eintracht Frankfurt setzt seinen Siegeszug fort. Die Hessen behalten mit 2:0 gegen Borussia Dortmund die Oberhand. Die 1:0-Führung gelingt Meier nach Pass von Russ (5.). Ein Missverständnis zwischen Ginter und Weidenfeller bestraft Seferovic mit dem 2:0-Endstand (78.).

In der Defensive standen die Wolfsburger zunächst sicher - gegen zwei Viererketten kamen die sonst so offensivstarken Borussen in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht zum Zug. Doch das 0:1 weckte die Gäste offenbar, Wolfsburg zog sich nach der Führung zurück und gab dem Gegner mehr Raum. Nun war es eine Partie auf Augenhöhe.

Nach der ersten Ecke der Gäste wurde es auch für Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio gefährlich: Gegen Roel Browers, der sein Startelf-Debüt in dieser Bundesligasaison gab, musste der Vorgänger von Sommer in der Schweizer Nati nach einer Ecke sein ganzes Können abrufen (18.). Großes Glück hatte Benaglio beim Kopfball von Patrick Herrmann (30.), auch Max Kruse vergab (33.).

Nach der Pause drehten die Wolfsburger wieder auf, das 2:0 lag mehrmals in der Luft: Ivica Olic und Ivan Perisic scheiterten kurz hintereinander - beim Abstauber stand Kevin De Bruyne im Abseits (58.). Favre versuchte es 20 Minuten vor dem Ende noch einmal mit einem offensiven Doppelwechsel: Ibrahima Traoré und Thorgan Hazard kommen für André Hahn und Kruse (71.). Doch Chancen konnten sich die Gäste bis auf den Querschläger von Weltmeister Christoph Kramer in der Schlussminute ans Außennetz nicht mehr erarbeiten.

Beiden Teams fehlte ein Schlüsselspieler im zentralen Mittelfeld: Die Sechser Luiz Gustavo (Gelb-Sperre) bei Wolfsburg und Xhaka (Gelb-Rot-Sperre) im Gästeteam. Allerdings hatten die Gladbacher mit dem zweiten Auswärtsspiel innerhalb von drei Tagen - nach dem 2:2 am Donnerstag in Villarreal - die höhere Belastung zu verkraften. Zudem fehlte ihnen der zweikampfstarke Abwehrspieler Martin Stranzl, für den Österreicher rückte Brouwers in die Innenverteidigung. Dafür kehrte der zuletzt angeschlagene Kramer in die Startformation zurück.

Von

dpa

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