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06.12.2014

21:07 Uhr

1:0 Sieg über Leverkusen

Bayern bleibt unantastbar

Lange war das Spiel Schwerstarbeit für den FC Bayern. Gegen taktisch klug eingestellte Leverkusener half Pep Guardiola in der zweiten Hälfte schließlich ein überraschender Wechsel, der für mehr Zweikampfpower sorgte.

Die Liga im Rücken: Trotz Mühe gewinnt der FC Bayern München letztlich souverän mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Franck Ribery traf zum 100. Mal. dpa

Die Liga im Rücken: Trotz Mühe gewinnt der FC Bayern München letztlich souverän mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Franck Ribery traf zum 100. Mal.

MünchenNach taktischen Umstellungen von Trainer Pep Guardiola zur Pause hat der FC Bayern das Bundesliga-Spitzenspiel gewonnen und einen weiteren Schritt zur Herbstmeisterschaft gemacht. Beim 1:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen mussten die Münchner am Samstagabend allerdings Schwerstarbeit verrichten und waren 90 Minuten lang gefordert.

Franck Ribéry war mit seinem Linksschuss in der 51. Minute der Matchwinner in einem intensiv geführten Duell vor 71 000 Zuschauern in der Allianz Arena. Damit bauten die Bayern ihre eindrucksvollen Erfolgsserien aus: Seit 18 Bundesliga-Spielen sind sie unbesiegt, die vergangenen zehn Heimspiele wurden gewonnen.

„Es war vielleicht ein bisschen weniger Spektakel als vor dem Spiel erwartet, aber beide Mannschaften haben unglaublich gut aufgepasst, weil beide wussten, dass viel Qualität vorne ist“, sagte Robben, dem beim Sky-Interview noch ein bisschen Blut aus der bei einem Zweikampf lädierten Nase lief.

„Es war ein schweres Spiel gegen eine gute Mannschaft. Das Tor war sehr wichtig für uns“, sagte Ribéry nach seinem 100. Pflichtspieltreffer. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler befand: „Wenn Du in München etwas mitnehmen willst, dann muss alles optimal laufen. Das haben wir in der ersten Halbzeit teilweise geschafft, in der zweiten Halbzeit nicht mehr.“

Das von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge als „Advents-Schmankerl“ angepriesene Top-Spiel entpuppte sich als Bundesliga-Leckerbissen. Mit mutigem Pressing ließ Roger Schmidt, der zu Jahresbeginn mit einem 3:0 mit Red Bull Salzburg die Guardiola-Bayern schon in einem Test besiegt hatte, seine Elf wie angekündigt agieren.

Die Gäste schnupperten auch gleich an einer Führung. Doch nach einem missglückten Abwehrschlag von Weltmeister Jérome Boateng konnte Karim Bellarabi die größte Chance vor der Pause nicht nutzen (3.). Der Lupfer des Nationalspielers über Manuel Neuer hinweg war nicht stark genug geschossen; Bayern-Verteidiger Juan Bernat konnte retten.

FC Bayern München: Fakten für Fußball-Fans

Gründungsjahr

1900.

Heimatstadion

Allianz Arena, 2005 errichtet und für 30 Jahre an den Namen des Versicherungskonzerns gebunden.

Deutsche Meistertitel

26, zuletzt 2015/2016.

Pokalsiege

18 Siege, zuletzt 2015/2016 gegen Borussia Dortmund

Champions-League-Siege

5, zuletzt 2012/2013.

Wertvollste Spieler

Thomas Müller (75 Millionen Euro), Robert Lewandowski (75 Millionen Euro), Jérôme Boateng (45 Millionen Euro), Manuel Neuer (45 Millionen Euro), David Alaba (45 Millionen Euro)

Kader

Wert des Kaders für die Saison 2016/17: rund 580 Millionen Euro
Quelle: Transfermarkt.de, August 2016

Umsatz

Konzernumsatz

432,8 Millionen Euro (2012/13)

528,7 Millionen Euro (2013/14)

523 Millionen Euro (2014/15)

626,8 Millionen Euro (2015/16)

Reingewinn

Gewinn nach Steuern:
14 Millionen Euro (2012/13), Steuern: 131,9 Millionen Euro

16,5 Millionen Euro (2013/14), Steuern: 174,4 Millionen Euro

23,8 Millionen Euro (2014/15)

33 Millionen Euro (2015/16)

Betriebsgewinn

Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (Ebitda)

98,7 Millionen Euro (2013/14)

111,3 Millionen Euro (2014/15)

142,5 Millionen Euro (2015/16)

Eigenkapital

405 Millionen Euro (2013/14)

411 Millionen Euro (2014/15)

424,6 Millionen Euro (2015/16)

Im rasanten Duell sahen sich die Münchner gegen die effektive Defensivarbeit der Bayer-Formation vor selbst für ihre Extra-Klasse lange nicht lösbare Probleme gestellt. Oft waren die Gastgeber gegen aggressiv anlaufende Leverkusener zu langen Bällen gezwungen, die in der Regel sichere Beute der konzentrierten Abwehrreihe waren.

Nur als es beim Rekordmeister schnell ging, wurde es gefährlich. Flink setzte sich Bernat auf dem linken Flügel durch, nach seiner Hereingabe rettete Wendell vor dem einschussbereiten Thomas Müller (12.). Einen gefährlichen Münchner Torabschluss gab es vor der Pause nicht zu bestaunen. Eindrucksvoll untermauerten beide Teams, dass eine Partie auch mit wenigen Torchancen attraktiv sein kann.

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