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20.08.2013

22:51 Uhr

1:1 gegen PSV Eindhoven

AC Mailand bewahrt sich Champions-League-Chance

Der AC Mailand ist dem Einzug in die Gruppenphase der Champions League mit einem 1:1 gegen den PSV Eindhoven näher gerückt. Dem schottischen Meister Celtic Glasgow droht hingegen das überraschende Aus.

Der AC Mailand hat die Chance auf den Einzug in die Gruppenphase der Champions League gewahrt. Torjäger Stephan El Shaarawy (Mitte) sorgte in der 15. Minute für die Führung. dpa

Der AC Mailand hat die Chance auf den Einzug in die Gruppenphase der Champions League gewahrt. Torjäger Stephan El Shaarawy (Mitte) sorgte in der 15. Minute für die Führung.

BerlinDer AC Mailand hat die Chance auf den Einzug in die Gruppenphase der Champions League gewahrt. Der dreimalige Sieger der europäischen Fußball-Königsklasse kam im Playoff-Hinspiel bei der PSV Eindhoven am Dienstag zu einem 1:1 (1:0). Torjäger Stephan El Shaarawy sorgte in der 15. Minute per Kopf für die Führung der Italiener. Tim Matavz (60.) traf nach einem Schuss des Ex-Hamburgers Jeffrey Bruma zum Ausgleich für die niederländischen Gastgeber.

Celtic Glasgow droht im Rückspiel am Mittwoch kommender Woche das überraschende Aus. Der schottische Meister blamierte sich mit dem 0:2 (0:1) beim kasachischen Titelträger Schachtjor Karaganda. Im Vorjahr hatte Celtic noch das Achtelfinale erreicht und zuvor in der Gruppenphase einen umjubelten Erfolg über den FC Barcelona gefeiert. Andrej Finontschenko (12.) und Sergej Chischnitschenko (78.) erzielten in Astana die Treffer für Außenseiter Karaganda. Bisher stand noch nie ein kasachischer Club in der Gruppenphase.

Wirtschaftsfakten der Champions League

Prämien

In der Saison 2010/2011 schüttete die Uefa insgesamt 754,1 Millionen Euro an die 32 Teilnehmer der Champions League aus. Neben einer Antrittsprämie von 3,9 Millionen gab es 550.000 Euro für jedes Vorrundenspiel, 400.000 Euro für ein Remis und 800.000 für einen Sieg in der Gruppenphase.
Die Qualifikation für das Achtelfinale war der Uefa 3 Millionen Euro wert, für das Viertel- und das Halbfinale gab es 3,3 und 4,2 Millionen Euro Prämie. Während sich der unterlegene Finalist mit 5,6 Millionen Euro trösten durfte, kassierte Sieger Barcelona für den Titel satte 9 Millionen Euro.

Market Pool

Neben den Siegprämien werden an die Vereine Anteile des Market Pools ausgeschüttet, in dem die Einnahmen durch Fernsehgelder gesammelt sind. In der vergangenen Saison waren das 341 Millionen Euro.
Der Anteil der einzelnen Teams ist dabei neben der Menge an Spielen auch von den im eigenen Land bezahlten Fernsehgeldern abhängig und der Ligaplatzierung des Vorjahres abhängig. So konnte Manchester United als unterlegener Finalist 2011 trotzdem insgesamt knapp 2 Millionen Euro mehr einnehmen als Sieger Barcelona.

Solidarzahlungen

Ein Teil der Prämien gingen zudem an Mannschaften, die bereits in einer der Qualifikationsrunden ausgeschieden sind. Jeder gescheiterte nationale Meister erhielt 200.000 Euro Antrittsprämie, jedes Team 130.000 Euro für das Erreichen der nächsten von insgesamt drei Runden, also maximal 590.000 Euro.

So viel Geld bekamen die Klubs

Die Einnahmen ausgewählter Teams in der Champions-League-Saison 2011:

FC Barcelona: 51,025 Millionen Euro
Manchester United: 53,197 Millionen Euro
Real Madrid: 39,822 Millionen Euro
FC Schalke: 39,288 Millionen Euro
Inter Mailand: 37,982 Millionen Euro
Bayern München: 32,562 Millionen Euro

Sponsoren

Die Uefa lässt in jeder Drei-Jahres-Periode nur maximal acht Hauptsponsoren für die Champions League zu, deren Branchen sich nicht überschneiden dürfen. Im Moment sind das die Firmen Ford, Mastercard, Sony Ericsson, Sony Europe, Playstation als Marke der Sony Computer Entertaintmend Europa, UniCredit und in allen Ländern, in denen Alkoholwerbung erlaubt ist, Heineken. Adidas als Lieferant des offiziellen Spielballs ist nur Ausrüster und damit Nebensponsor.
Die Vereine dürfen weiterhin ihren persönlichen Hauptsponsoren auf dem Trikot tragen, allerdings nur diesen einen. Der Mediawert der aktuell sieben Hauptsponsoren der Champions League wird auf 15 Millionen Euro geschätzt. Für die kommenden drei Jahre stehen als Sponsoren bereits Heineken, UniCredit, Ford, Mastercard und Playstation fest.

Fernsehrechte

Die Übertragungsrechte an der Champions League werden ebenfalls alle drei Jahre für die kommenden drei Spielzeiten vergeben, getrennt nach Free-TV- und Pay-TV-Sendern. Während in der Saison 2011 noch Sky Deutschland und Sat1 die Spiele übertragen, übernahm das ZDF ab Sommer 2012 für drei Jahre die Berichterstattung im Free-TV.
Die Rechte gelten für ein Spiel pro Matchwoche sowie die Übertragung des Finals und des Super Cups – online und im Fernseher. Außerdem umfasst der Vertrag das Zeigen von Spielzusammenfassungen anderer Partien. Offizielle Zahlen zu den Kosten der Rechte gibt es nicht, Experten schätzen den Preis pro Jahr aber auf über 50 Millionen Euro.

Beste Chancen auf das Weiterkommen haben Real Sociedad San Sebastian und Zenit St. Petersburg. Das Team aus dem Baskenland gewann 2:0 (1:0) bei Olympique Lyon. Der frühere Lyon-Fan Antoine Griezmann (17.) mit einem herrlichen Volleyschuss und Haris Seferovic (50.) gelangen die Tore für San Sebastian, das nach einem Platzverweis gegen Frankreichs einstigen Serienmeister am Ende auch noch in Überzahl spielen durfte.

Für St. Petersburg war Roman Schirokow der Matchwinner in Portugal. Schirokows Tore in der 27., 60. und 90. Minute sowie ein Eigentor von Torwart Matias Degra (85.) sorgten für den 4:1 (1:0)-Erfolg beim FC Paços Ferreira, der durch André Leao (58.) nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich kam. Auch Viktoria Pilsen verschaffte sich mit dem 3:1 (1:0)-Heimerfolg über NK Maribor aus Slowenien eine gute Ausgangsposition.

Von

dpa

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